Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt

Junge Menschen beteiligen, wenn es um digitalen Kinder- und Jugendschutz geht

Die Bundesregierung hat eine Expertenkommission zum Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt eingesetzt. Ziel ist es, Empfehlungen für einen zeitgemäßen und wirksamen Schutz von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum zu entwickeln.

Da es Minderjährige im Kern betrifft, sind sie an diesem Prozess zu beteiligen. 

Um ihre Perspektiven gezielt einzubeziehen, werden im Rahmen des Projekts "Kinderschutz und Kinderrechte in der digitalen Welt" partizipative Workshops mit Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren durchgeführt. Durch eine Zusammenarbeit mit Einrichtungen der offenen Jugendarbeit ist es möglich, junge Menschen unterschiedlicher Herkunft und mit diversen Backgrounds einzubinden. Die Workshops finden mehrheitlich in verschiedenen mittelgroßen Kommunen in Deutschland statt und sollen die Sichtweisen, Bedarfe und Empfehlungen junger Menschen zur Trias Schutz - Teilhabe - Befähigung erfassen.

Dabei werden die Qualitätsstandards des Bundesbildungs- und -familienministeriums für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ebenso berücksichtigt wie das so genannte Lundy-Modell für Kinderpartizipation

Was passiert in den Workshops?

Die Workshops sind altersgerecht gestaltet und werden fachlich begleitet. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit:

  • mehr über ihre Rechte im digitalen Raum zu erfahren,
  • ihre eigenen Erfahrungen zu teilen,
  • Herausforderungen und Probleme zu benennen,
  • sowie eigene Ideen und Lösungen zu entwickeln. 

Darüber hinaus können in der letzten Phase eines jeden Workshops die Jugendlichen ihre Wünsche und Forderungen direkt mit Mitgliedern der Expertenkommission diskutieren.

Die Ergebnisse der Veranstaltungen werden im Anschluss aufbereitet, dokumentiert und fließen in die Arbeit der Kommission ein.

Termine und Orte der Workshops

Es finden voraussichtlich sechs Workshops statt:

  • 5. Februar 2026 in Merseburg (Sachsen-Anhalt)
  • 21. März 2026 in Aichach-Friedberg (Bayern)
  • 28. März 2026 in St. Wendel (Saarland)
  • 11. April 2026 in Herford (Nordrhein-Westfalen)
  • 12. April 2026 in Schneverdingen (Niedersachsen)

Weitere Formate der Jugendbeteiligung

Im November 2025 fand eine dreitägige Veranstaltung des Bundesbildungs- und -familienministeriums unter dem Titel "Blick zurück und nach vorn - Wie geht es weiter mit Kinder- und Jugendbeteiligung auf Bundesebene" statt. Zielgruppe waren jungen Menschen im Alter von 16 bis 27 Jahren. Der Workshop "Sicher online unterwegs - eure Perspektiven auf den digitalen Raum" bot bereits einen Einblick in Erfahrungen, Eindrücke und Perspektiven Jugendlicher. Beide Co-Vorsitzende der Expertenkommission nahmen daran teil.

Am 10. Februar 2026 fand das erste Hearing der Expertenkommission "Perspektiven von Kindern und Jugendlichen" statt. Sachverständige waren unter anderem zahlreiche Jugendbeiräte, die sowohl mit einer schriftlichen Stellungnahme als auch mit ihrer aktiven Teilnahme ihre jeweilige Expertise einbrachten.

Auch diese Ergebnisse und Erkenntnisse fließen in die Arbeit der Kommission ein.

Die Dokumentation des Kinder- und Jugendbeteiligungsprozesses wird hier spätestens zusammen mit dem Endbericht der Expertenkommission veröffentlicht.