Am 15. April ist der Deutsche Alterssurvey (DEAS) in seine Neunte Erhebungsphase gestartet und feiert damit ein Jubiläum: Seit 30 Jahren bündelt er als bundesweit repräsentative Studie zentrale Erkenntnisse über das Leben von Menschen in der zweiten Lebenshälfte.
Bundesseniorenministerin Karin Prien: "Seit 30 Jahren zeigt der Deutsche Alterssurvey, wie sich das Leben von Menschen zwischen 40 und 85 Jahren entwickelt - in Familie, Beruf und Alltag. Er macht deutlich: Älterwerden ist heute so vielfältig wie nie zuvor. Seine Erkenntnisse sind für uns ein Kompass, um die richtigen Rahmenbedingungen zu setzen - damit Menschen auch im höheren Alter ihren eigenen Weg gehen, am gesellschaftlichen Leben teilhaben und gut eingebunden bleiben können. Damit ist der Deutsche Alterssurvey eine unverzichtbare Grundlage, um den demografischen Wandel verantwortungsvoll zu gestalten. Ich bin deshalb sehr froh, dass das Bundesseniorenministerium diese zentrale Studie zum Älterwerden in Deutschland ermöglicht."
Kontinuität behalten, aktuelle Lebensrealitäten berücksichtigen
In der jüngst gestarteten Befragung wird nun erstmals systematisch die Lebenssituation von Menschen in Alten- und Pflegeheimen erhoben. Zudem werden verschiedene Themen breiter erfasst als zuvor, etwa das lebenslange Lernen, das auch im Zehnten Altersbericht eine zentrale Rolle spielen wird.
Bei gleichzeitiger Kontinuität liefert die Studie immer wieder wichtige Erkenntnisse zu aktuellen Debatten. So gab der DEAS zum Beispiel Auskunft darüber, wie sich die Betreuung von Enkelkindern, das Empfinden von Einsamkeit oder die Partnerschaftsqualität während der Corona-Pandemie veränderten. Die Erkenntnisse zu pflegenden Angehörigen liefern wichtige Impulse für die Diskussion um das Pflegezeitgesetz und die Befunde zur Verbreitung von Einsamkeit untermauern die Bedeutung von politischen Maßnahmen wie dem Kompetenznetz Einsamkeit.
Deutscher Alterssurvey (DEAS)
Das Besondere am DEAS ist sein Studiendesign. Da es sich um eine Quer- und Längsschnittbefragung handelt, können sowohl gesellschaftliche Veränderungen als auch individuelle Alternsverläufe analysiert werden. Die teilnehmenden Personen werden jeweils umfassend zu ihrer Lebenssituation und verschiedenen Lebensbereichen befragt, unter anderem zu ihrem beruflichen Status oder ihrem Leben im Ruhestand, zu wirtschaftlicher Lage und Wohnsituation, zu familiären und außerfamiliären Kontakten sowie zu Gesundheit, Wohlbefinden und Lebenszielen. Aus einer evidenzbasierten Senioren-, Familien- und Sozialpolitik ist der Deutsche Alterssurvey nicht mehr wegzudenken.