In Deutschland gibt es viele Angebote, die Betroffene und Angehörige oder Akteure, die mit Betroffenen in Kontakt kommen, unterstützen. Um die Suche nach Unterstützung zu erleichtern, finden Sie nachfolgend eine Liste mit Links zu Telefon- oder Online-Beratungsangeboten beziehungsweise zu Datenbanken, in denen nach Beratungsstellen vor Ort gesucht werden kann.
Hinweise zu Menschenhandel können an die zuständigen Polizeidienststellen oder an das Bundeskriminalamt weitergegeben werden. In dringenden Notfällen wenden Sie sich bitte an die Polizei (Notruf: 110).
Bundesweite Telefon- und Online-Beratungs- und Meldeangebote
Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" ist ein bundesweites Beratungsangebot für Frauen, die Gewalt erlebt haben oder noch erleben. Unter der Nummer 116 016 und via Online-Beratung unterstützen wir Betroffene aller Nationalitäten, mit und ohne Behinderung – 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr.
Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Menschenhandel (KOK e. V.) richtet sich mit der anlaufstelle-menschenhandel.de an Ratsuchende und potenziell Betroffene von Menschenhandel und Ausbeutung. Sie bietet eine erste Einschätzung der Situation und eine Weiterleitung an passende Unterstützungs- und Hilfestrukturen.
ECPAT Deutschland e.V. bietet mit der Meldeplattform www.nicht-wegsehen.net die bundesweite Möglichkeit, Verdachtsmomente auf sexualisierte Gewalt und Ausbeutung von Minderjährigen - insbesondere im Kontext von Tourismus und Reisen - anonym und niedrigschwellig zu melden.
Die Bavarian Anti-Trafficking HELPline stellt neben Zugang zu einer Online-Beratung und Verweisung auch eine Liste mit Anhaltspunkten zur Verfügung, die auf Menschenhandel hinweisen können.
Das bundesweite Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch ist ein Angebot der Unabhängigen Bundesbeauftragten gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen.
Regionale Beratungsstellensuche
Über das Netzwerk des Bundesweite Koordinierungskreis gegen Menschenhandel e.V. können Betroffene und Fachkräfte geeignete Hilfsangebote in ihrer Region finden.
Die Servicestelle gegen Arbeitsausbeutung, Zwangsarbeit und Menschenhandel stellt Kontaktdaten zur Beratungs- und Unterstützungsangeboten innerhalb Deutschlands im Kontext von Arbeitsausbeutung, Zwangsarbeit und Menschenhandel bereit.
Bundesweite Anlaufstellen und Netzwerke, die sich gezielt an minderjährig Betroffene richten, stellt ECPAT Deutschland e.V. zur Verfügung.
Kontakte zu Frauenhäusern und Fachberatungsstellen in ganz Deutschland stellt die Webseite des Vereins Frauenhauskoordinierung e.V. bereit.
Der Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe
Frauen gegen Gewalt e.V. stellt Kontakte zu Hilfe und Beratung bei
Frauennotrufen und Frauenberatungsstellen dar.
Die Zentrale Informationsstelle Autonomer Frauenhäuser bietet auf ihrer Webseite für betroffene Frauen und ihr Umfeld eine bundesweite Übersicht zu Frauenhäusern und Schutzwohnungen.
SOLWODI Deutschland e. V. unterstützt Frauen mit Migrations- oder Fluchthintergrund, die von Menschenhandel, Zwangsprostitution, Zwangsverheiratung oder häuslicher Gewalt betroffen sind.
Beratung und Unterstützung für Männer als Betroffene gibt es beim Hilfetelefon Gewalt an Männern