Nationale Weiterbildungsstrategie

Ein Berufsleben, ohne sich weiterzubilden? Das ist kaum möglich. Die Nationale Weiterbildungsstrategie (NWS) stärkt die berufliche Weiterbildung und verbessert individuelle Entwicklungsmöglichkeiten.

Chancen

  • In der Nationalen Weiterbildungsstrategie (NWS) arbeiten Bund, Länder, Sozialpartner, Wirtschaftsorganisationen und die Bundesagentur für Arbeit (BA) seit 2019 strategisch zusammen, um die Weiterbildung in Deutschland zu stärken.

  • Die NWS setzt sich u.a. für eine höhere Weiterbildungsbeteiligung ein und hat sich im Rahmen der EU-2030-Strategie das Ziel gesetzt, die Weiterbildungsbeteiligung auf einen Wert von 65 Prozent zu steigern.

  • Auf der zweiten Nationalen Weiterbildungskonferenz (NWK) am 27. November 2025 wurde der Startschuss für die nächste Phase der NWS gegeben. 

  • Am 22. Juli 2026 wurde die Förderrichtlinie zum Programm "Digitale Kompetenzen im Arbeitsprozess stärken" (DiKAp) veröffentlicht. Bis zum 30. September 2026 können interessierte Institutionen Projektvorschläge für das aktuelle Förderprogramm einreichen.

Nächste Phase der NWS gestartet

Mehrere Hände berühren sich in der Mitte eines Kreises und symbolisieren Verbundenheit
© Adobe Stock / Nicolas Micolani

In der NWS arbeiten Bund, Länder, Sozialpartner, Wirtschaftsorganisationen und die Bundesagentur für Arbeit (BA) seit 2019 strategisch zusammen, um die Weiterbildung in Deutschland zu stärken. Das Bundesarbeitsministerium und Bundesbildungsministerium teilen sich die Federführung bei der Durchführung der NWS. Der Fokus liegt auf der beruflichen Weiterbildung und ihren Schnittstellen zur allgemeinen Weiterbildung (zum Beispiel bei Grund- und Zukunftskompetenzen). Die zweite Phase der NWS endete mit der Veröffentlichung des zweiten NWS-Umsetzungsberichts am 7. März 2025, der die Aktivitäten und Beiträge der Partner darstellt.

Auf der zweiten Nationalen Weiterbildungskonferenz (NWK) am 27. November 2025 wurde der Startschuss für die nächste Phase der NWS gegeben. Danach sind die drei übergeordneten Ziele für die nächste Phase der NWS:

  • Menschen ohne Berufsabschluss oder ohne verwertbare Qualifikationen für den Arbeitsmarkt qualifizieren
  • Unternehmen und Beschäftigte bei der Weiterbildung im Strukturwandel stärken
  • Chancen der Digitalisierung und von Künstlicher Intelligenz für die Weiterbildung nutzen und die Herausforderungen erfolgreich gestalten
     

Die Ziele dienen als Richtschnur für die jeweilige Arbeit der NWS-Partner. Zusätzliche Umsetzungsschritte werden im weiteren Verlauf durch die Partner festgelegt.

Das Förderprogramm DiKAp

Am 22. Juli 2026 startete der Förderaufruf zum Programm „Digitale Kompetenzen geringqualifizierter Beschäftigter im Arbeitsprozess stärken" (DiKAp). Mit der Förderung von innovativen Projekten im Rahmen von DiKAp leistet das Bundesbildungsministerium einen wichtigen Beitrag zu den drei zentralen Zielen der NWS.

Entwickelt und erprobt werden praxisnahe Ansätze, die Fähigkeiten von geringqualifizierten Beschäftigten und Arbeitnehmenden in einfachen Tätigkeiten nachhaltig stärken. Im Fokus stehen innovative Lernkonzepte, die den Aufbau digitaler Kompetenzen direkt im Arbeitsprozess und für den Arbeitsmarkt unterstützen. Ein begleitendes wissenschaftliches Metavorhaben dient der projektübergreifenden fachlichen Begleitung, zur Bündelung von Erkenntnissen und zur Vorbereitung eines nachfolgenden regionen- und branchenübergreifenden Transfers. 

Weitere Informationen finden sie in der Förderrichtlinie und beim Bundesinstitut für Berufsbildung.

Konferenzen der Nationalen Weiterbildungsstrategie

Als Plattform für fachlichen Austausch und Vernetzung richten die Partner der NWS regelmäßig die Nationale Weiterbildungskonferenzen aus. Die erste Nationale Weiterbildungskonferenz (NWK) aus.

Die zweite NWK fand am 27. November 2025 im Gasometer in Berlin mit 500 Teilnehmenden aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Sozialpartnern und Weiterbildungspraxis statt. Auf der Konferenz diskutierten Bildungsministerin Karin Prien und die Parlamentarische Staatssekretärin Mareike Wulf mit Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas sowie Spitzenvertreterinnen und -vertreter der Länder, Sozialpartner, der Bundesagentur für Arbeit und des Bundesinstituts für Berufsbildung über die Herausforderungen und Chancen der Weiterbildung in Deutschland. 

Die erste Nationale Weiterbildungskonferenz fand am 14. und 15. November 2023 im Futurium in Berlin statt. Hier finden Sie die Dokumentation der Veranstaltung.

Arbeitsstruktur der NWS

17 NWS-Partner

Logo der Nationalen Weiterbildungsstrategie

Im engen Schulterschluss arbeiten 17 Partner in der NWS zusammen: Bund, Länder, Sozialpartner und die Bundesagentur für Arbeit (BA). Sie betrachten Entwicklungen der beruflichen Weiterbildung aus unterschiedlichen Perspektiven und identifizieren frühzeitig aktuelle Herausforderungen. In Abstimmung entwickeln die Partner zukunftsorientierte Rahmenbedingungen und gezielte Förderinitiativen.

Arbeitsstruktur

Die NWS-Partner tauschen sich regelmäßig aus: im Umsetzungsgremien, dem Bund-Länder-Ausschuss und themenspezifischen Arbeitsformate. Über Nationale Weiterbildungskonferenzen wird der fachliche Diskurs auf externe Expertinnen und Experten erweitert.

Themen der Arbeitsformate

Die aktuellen Themen der Arbeitsformate sind:

  1. Alphabetisierung und Grundkompetenzen
  2. Digitale Infrastrukturen in der beruflichen Weiterbildung
  3. Strukturwandel/Regionale Netzwerke

Wichtige Fragen und Antworten

Wie können sich Akteure in der Weiterbildung miteinander vernetzen?

Die Nationale Weiterbildungskonferenz ist eine zentrale Veranstaltung für die Weiterbildungspolitik in Deutschland und ist verknüpft mit dem Europäischen Jahr der Kompetenzen. Die Erste Nationale Weiterbildungskonferenz hat im November 2023 stattgefunden und den fachlichen Diskurs mit weiterer Expertise aus der Praxis bereichert sowie den Austausch und die Vernetzung der NWS-Partner mit weiteren externen Akteuren gestärkt. Ideen, Impulse und Inspiration für den weiteren Umsetzungsprozess der NWS wurden entwickelt und aufgenommen.

Welche Berichte gibt es zur Nationalen Weiterbildungsstrategie?