DigitalPakt Schule

Bund und Länder schaffen damit die Grundlage für zeitgemäßes Lehren und Lernen in der digitalen Welt.

Chancen

  • Zugang zu digitaler Infrastruktur: Schülerinnen und Schüler nutzen Tablets, interaktive Whiteboards und Lernplattformen in ihrem schulischen Alltag.

  • Maßgeschneidertes, individuelleres und fexibles Lernen: Digitale Werkzeuge ermöglichen personalisierte Lernwege. Darüber hinaus unterstützen digitale Angebote orts- und zeitunabhängiges Lernen, was beispielsweise in Krisenzeiten von Vorteil ist.

  • Bildungsgerechtigkeit: Der DigitalPakt Schule trägt dazu bei, Bildungsungleichheiten zu verringern, indem alle Schulen die notwendige Technik für zeitgemäßen Unterricht erhalten.

  • Vorbereitung auf die Arbeitswelt: Durch die Förderung digitaler Kompetenzen im schulischen Kontext wird der Zugang junger Menschen zu einer technologisch geprägten Arbeitswelt verbessert, was letztlich der Gesellschaft zugutekommt.

Bund und Länder haben im Mai 2019 den DigitalPakt Schule gemeinsam beschlossen. Als Finanzhilfe des Bundes entstand der DigitalPakt Schule vor dem Hintergrund einer zunehmend digitalen Welt. Das Ziel ist der Aufbau einer ächendeckenden digitalen Infrastruktur an Schulen in ganz Deutschland als Basis für zeitgemäßen Unterricht, der digitale Werkzeuge zielgerichtet einsetzt und die digitalen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler stärkt.

Mehr zum DigitalPakt 2.0

Hierbei steht das Primat der Pädagogik im Vordergrund. Dies bedeutet, dass die Anschaffungen und Veränderungen entlang der pädagogischen Bedarfe der Schülerinnen und Schüler vorgenommen werden.

Die Pandemie verdeutlichte zusätzlich die Dringlichkeit, digitale Lehr- und Lernformen auszubauen und so einen reibungslosen Übergang zum Online-Unterricht zu gewährleisten. Hier konnte der DigitalPakt Schule durch insgesamt drei Zusatzprogramme helfen, die unter anderem weitere Endgeräte für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte zur Verfügung stellten.

Gemeinsame Kraftanstrengung von Bund und Ländern

In einem Klassenraum arbeiten Kinder an Tablets
© Adobe Stock / David Fuentes

Der Bund stellt  im Rahmen des DigitalPakt Schule 6,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Die Mittel sind unter anderem für die Anschaffung von Hardware (wie Laptops, Tablets und interaktive Whiteboards) und für den Ausbau von Netzwerkinfrastrukturen (zum Beispiel WLAN) vorgesehen. Zusätzlich erbringen die Länder einen Eigenanteil und investieren in die Fortbildung von Lehrkräften. Die Länder sind verantwortlich für die Weitergabe der Mittel an die Schulträger beziehungsweise die Schulen und die Umsetzung entsprechender Projekte. Alle Maßnahmen an Schulen wurden bis Ende des Jahres 2025 abgeschlossen.

Mehr Chancengerechtigkeit durch bessere Infrastruktur

Mit dem DigitalPakt Schule wird ein wichtiger Schritt zur Digitalisierung der Bildungslandschaft in Deutschland unternommen, um Schulen fit für die Zukunft zu machen und Chancengerechtigkeit zu fördern. Mit den bereitgestellten Endgeräten haben Schülerinnen und Schüler beispielsweise die Möglichkeit mit Unterstützung durch die Lehrkräfte intelligente Tools zu nutzen, die auf sie zugeschnittene Aufgaben erstellen und auch Rückmeldung geben, welche Fortschritte sie machen und wie es weitergeht. So können sie Lernschwächen besser überwinden.

Raum für Innovation: die länderübergreifenden Projekte

Die Inhalte des DigitalPakts Schule umfassen neben den Hilfen für einzelnen Schulen auch Förderung, die über die jeweiligen Landesgrenzen hinausgehen. Diese länderübergreifenden Vorhaben (LüV) sind einmalig im föderalen Bildungssystem. IT-Projekte, die mehrere Länder gemeinsam entwickeln und ausführen, waren im DigitalPakt Schule von Anfang an als Förderziel genannt.

In diesen sogenannten LüV werden innovative, anschlussfähige Infrastrukturmaßnahmen finanziert. In diesen Vorhaben werden beispielsweise KI-basierte Tools zur Nutzung im Unterricht oder übergreifende Plattformen zur Bereitstellung von Bildungsmedien im Länderverbund entwickelt und erprobt. Die Projekte können noch bis Ende des Jahres 2026 laufen.

Fortschrittsbericht und Evaluation

Beispiele für gelungene digitale Transformation nden sich auch im regelmäßig erscheinenden Fortschrittsbericht. Die fortlaufende Darstellung von Good Practice aus den Ländern steht dabei im Mittelpunkt.

Zudem wird der DigitalPakt Schule von den externen Evaluatoren von InterVal GmbH in Kooperation mit Prof. Dr. Birgit Eickelmann evaluiert. Ein Zwischenbericht mit ersten Ergebnissen wurde im April 2025 veröffentlicht.

Digitalpakt 2.0

Am 18. Dezember haben sich Bundesbildungsministerin Karin Prien und die Bildungsminister der 16 Länder auf den Digitalpakt 2.0 geeinigt. Der Digitalpakt 2.0 verbindet Infrastrukturförderung systematisch mit Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie der Qualifizierung von Lehrkräften. Digitale Bildung, pädagogische Konzepte und Professionalisierung werden noch stärker als im DigitalPakt Schule zusammengedacht. Neben der Erneuerung und dem Betrieb digitaler Infrastruktur rücken Themen wie digitale Unterrichtsentwicklung, innovative Lehr- und Lernformen, der pädagogische Einsatz neuer Technologien sowie der Ausbau von Medien- und Digitalkompetenzen verstärkt in den Mittelpunkt. Damit zielt der Digitalpakt 2.0 auf eine nachhaltige Verankerung digitaler Bildung im Schulsystem. Das Nachfolgeprogramm des Digitalpakts Schule (2019-2024) investiert bis 2030 insgesamt fünf Milliarden Euro in die digitale Modernisierung des Unterrichts - je zur Hälfte finanziert durch Bund und Länder.