Inklusive Bildung

Die Maßnahmen des Bundesbildungsministeriums haben das Ziel, die gleichberechtigte Teilhabe von der frühen Bildung bis zur Erwachsenenbildung nachhaltig zu stärken.

Chancen

  • Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Bundesbildungsministerium)  trägt deshalb durch die Förderung von Forschung dazu bei, wissenschaftlich abgesicherte und praxisbezogene Erkenntnisse zur inklusiven Bildung zu gewinnen. 

  • Die Aktivitäten des Bundesbildungsministerium beinhaltet landesweite Forschungsförderung, Einzelstudien und auch die Unterstützung der kommunalen Ebene bei der Stärkung inklusiver Bildung.  

Ein Junge mit Down-Syndrom übergibt Tomaten in einem Gewächshaus an eine Frau
© Adobe Stock / Halfpoint

Mit der Anerkennung der Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen hat sich Deutschland verpflichtet, die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen von der frühen Bildung bis zu Erwachsenenbildung bestmöglich zu fördern.

Das Bundesbildungsministerium trägt deshalb durch die Förderung von Forschung dazu bei, wissenschaftlich abgesicherte und praxisbezogene Erkenntnisse zur inklusiven Bildung zu gewinnen. Die Aktivitäten des Bundesbildungsministerium beinhaltet landesweite Forschungsförderung, Einzelstudien und auch die Unterstützung der kommunalen Ebene bei der Stärkung inklusiver Bildung.  

Inklusive Bildung – ein Schwerpunkt im Rahmenprogramm

Die inklusive Bildung ist ein Schwerpunkt im Rahmenprogramm empirische Bildungsforschung. In diesem Programm fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung Forschungsprojekte, in denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter anderem in Kooperation mit Vertreterinnen und Vertretern der Bildungspraxis und der Zivilgesellschaft inklusive Lehr-Lernen-Prozesse und barrierefreie Lernumgebungen entwickeln und erproben. Die Projekte orientieren sich dabei an den individuellen Lebens- und Lernverhältnissen der Lernenden.

Der Forschungsschwerpunkt inklusive Bildung umfasst mehrere Förderrichtlinien. Deren inhaltlicher Fokus liegt auf den Themen Professionalisierung (InkBi 1), Diagnostik (InkBi 2) und Transfer (InkBi Transfer).

Längsschnittstudie "Inklusive Bildung in der Sekundarstufe I (INSIDE)“

Mit der vom Bundesbildungsministerium geförderten wissenschaftlichen Längsschnittstudie "INSIDE“, werden die Bedingungen für das gemeinsame Lernen von Schülerinnen und Schülern mit und ohne sonderpädagogische Förderbedarfe in der Sekundarstufe I untersucht. Die Forschenden gehen der Frage nach, welche Herangehensweisen erfolgreich sind. Seit 2021 bilden die schulische Inklusion und die Übergänge nach der Sekundarstufe I den Schwerpunkt der Studie. Dabei begleiten Forschende Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Schulleitungen, aber auch Eltern und Schulbegleitungen von den Klassen 7 bis 10 sowie beim Übergang in die Sekundarstufe II, in eine Ausbildung, einen Beruf oder andere Lebenssituationen.

European Agency for Special Needs and Inclusive Education

Das Bundesbildungsministerium fördert und unterstützt gemeinsam mit dem Land Hessen in Vertretung der Länder die European Agency for Special Needs and Inclusive Education (EA). Die Agency agiert, informiert und übermittelt europaweit. Der langfristige, breite Austausch und die Zusammenarbeit in Modellprojekten auf europäischer Ebene soll die Qualität der sonderpädagogischen und inklusiven Bildung fördern. Vorhandenes Wissen und praktische Erfahrungen aus den Mitgliedsstaaten dienen dem wissenschaftlichen Austausch, insbesondere dem Transfer von Modellen guter pädagogischer Praxis für Lernende mit Behinderungen. Diese sollen als Handlungsempfehlungen für die verschiedenen beteiligten Ebenen der Bildungsverwaltung dienen.

Inklusive Bildung in Bildungskommunen

Im Rahmen des ESF Plus-Programms "Bildungskommunen“ unterstützt das Bundesbildungsministerium Landkreise und kreisfreie Städte bei der Weiterentwicklung ihrer Bildungslandschaft. Die Bildungskommunen können hier thematische Schwerpunkte, wie beispielsweise die inklusive Bildung wählen. Bundesweit werden mittlerweile sieben Landkreise und Städte gefördert, die in ihrer kommunalen Bildungslandschaft einen expliziten Schwerpunkt auf die inklusive Bildung legen. Ziel des Programms ist es, digital-analog vernetzte Bildungslandschaften für das lebensbegleitende Lernen einzuführen und ein datenbasiertes Bildungsmanagement zu entwickeln.