Pflege

Neuer Höchststand bei den Ausbildungszahlen in der Pflege

Zwei pflegende Personen und ein Mensch in einem Krankenbett im Hintergrund
Die Ausbildungszahlen im Pflegebereich sind laut Statistischem Bundesamt in 2025 erneut um 8 Prozent gestiegen. Der Männeranteil im Pflegebereich liegt inzwischen bei 29 Prozent © getty / sturti

Laut neuer Zahlen des Statistischen Bundesamts haben 2025 rund 64.300 Personen eine Ausbildung zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann begonnen. Das sind etwa acht Prozent und damit 4900 Auszubildende mehr als im Vorjahr. Dabei handelt es sich um die Auszubildenden mit Neuvertrag, die sich zum 31. Dezember 2025 noch in Ausbildung befanden. 

Mehr Auszubildende in der Pflege als je zuvor

Auch die Zahl der Auszubildenden insgesamt stieg im Vergleich zum Vorjahr an. Mit rund 158.000 Auszubildenden befanden sich so viele Personen in einer Ausbildung zur Pflegefachfrau, zum Pflegefachmann oder zur Pflegefachperson wie noch nie seit Einführung der generalistischen Pflegeausbildung nach dem Pflegeberufegesetz im Jahr 2020.

Anteil männlicher Auszubildender auf 29 Prozent gestiegen

Von den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen wurden rund 71 Prozent von Frauen (45.800) und 29 Prozent von Männern (18.500) geschlossen. Die Zahl der Männer in Pflegeausbildung hat mit 15 Prozent deutlich stärker zugenommen hat als die der Frauen mit plus 6 Prozent. Der kontinuierliche Anstieg des Anteils männlicher Auszubildender in der Pflegeausbildung setzt sich damit weiter fort.

Positive Entwicklung auch im Pflegestudium

Im Jahr 2025 haben rund 800 Studierende nach der Einführung einer verbindlichen Ausbildungsvergütung mit dem Pflegestudiumstärkungsgesetz ein Pflegestudium begonnen. Zum 31. Dezember 2025 lag die Anzahl der Pflegestudierenden insgesamt bei rund 1800.

Pflegeberufegesetz

Das Pflegeberufegesetz führt die bisherigen Berufsausbildungen der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege zusammen. Am 1. Januar 2020 ist die Pflegeausbildung zur Pflegefachperson gestartet. Sie ermöglicht es, in allen Versorgungsbereichen zu arbeiten. Damit werden die Ausbildungsbedingungen verbessert und die Attraktivität des Berufsfeldes Pflege wird gesteigert. Alle Auszubildenden erhalten eine angemessene Ausbildungsvergütung. Außerdem ist eine Ausbildung an einer Hochschule mit Bachelor-Niveau möglich. Damit wird die Pflegeausbildung attraktiver und neue Zielgruppen werden für die Pflege angesprochen. Mit dem Beratungsteam Pflegeausbildung und der Kampagne "Pflege kann was" hat das Bundesbildungs- und familienministerium die Pflegeausbildung unterstützt und dabei insbesondere auch für mehr Männer in der Pflege geworben.

 

Als weiterer wichtiger Baustein zur Modernisierung der Pflege und zur Sicherung des Personalbedarfs für die Pflege in Deutschland startet im Jahr 2027 die neue bundeseinheitliche Pflegefachassistenzausbildung. Der gemeinsame Gesetzentwurf vom Bundesbildungs- und familienministerium und dem Bundesministerium für Gesundheit wurde im Oktober 2025 verkündet. So entsteht ein vielfältiges, attraktives und durchlässiges Bildungssystem in der Pflege - von der Assistenzausbildung über die berufliche Fachkraftausbildung bis zur hochschulischen Qualifikation auf Bachelor-Niveau.