Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium und Kinderchancen-Koordinatorin, Mareike Wulf, hat am 29. Mai die kinderfreundliche Kommune Bad Pyrmont besucht. Im Austausch mit Bürgermeister Klaus Blome und weiteren Vertreterinnen und Vertretern der Verwaltung, mit Fachkräften und Mitgliedern des Jugendparlaments informierte sich Mareike Wulf darüber, wie die Rechte und Interessen der Kinder in ihrer unmittelbaren Lebenswelt stärker berücksichtigt werden können und wo derartige Bemühungen an Grenzen stoßen.
Mareike Wulf: "Bad Pyrmont ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Kinderrechte am wirksamsten in ihrer unmittelbaren Lebenswelt umgesetzt werden können. Studien belegen, dass Kommunen, die die Interessen der Kinder besonders achten, sie mitreden und mitentscheiden lassen, als gesamter Ort profitieren. Jede Kommune sollte deshalb prüfen: Inwieweit nehmen wir Rücksicht auf die Interessen und Belange von Kindern und Jugendlichen? Nicht nur in den Schulen und Jugendeinrichtungen, sondern auch, wenn es um den Flächennutzungsplan oder den Nahverkehr geht. Das stärkt letztendlich die ganze Gesellschaft."
Kinderrechte nachhaltig stärken
Die Stadt Bad Pyrmont nimmt bereits seit 2019 am Programm "Kinderfreundliche Kommunen" teil und wurde im Jahr 2021 mit dem entsprechenden Siegel ausgezeichnet. Die 2012 vom United Nations Children's Fund in Deutschland (UNICEF Deutschland) und dem Deutschen Kinderhilfswerk gegründete Initiative "Kinderfreundliche Kommune" berät Kommunen bei der konkreten Umsetzung des Übereinkommens über die Rechte des Kindes (UN-Kinderrechtskonvention) vor Ort. Aktuell nehmen 63 Städte, Gemeinden und Landkreise an dem Programm teil, um bessere Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien sowie eine kinder-, jugend- und familienfreundliche Umwelt zu schaffen.
Die teilnehmenden Kommunen setzen sich unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen verbindliche Ziele und entwickeln einen Aktionsplan zur lokalen Umsetzung der Kinderrechte aus der UN-Kinderrechtskonvention. Das Programm wird vom Bundesbildungs- und -familienministerium gefördert.