Entdecken, entwickeln, verändern: Der Aktionsplan MINT+

Ressortübergreifend Begeisterung für Naturwissenschaften und Technik stärken

Karin Prien und Dorothee Bär
Bundesbildungsministerin Karin Prien und Bundesforschungsministerin Dorothee Bär stellen auf dem MINT-Gipfel den neuen Aktionsplan "Entdecken, entwickeln, verändern: Der Aktionsplan MINT+" vor © Mark Bollhorst

Am 9. Juni haben Bundesbildungsministerin Karin Prien und Bundesforschungsministerin Dorothee Bär auf dem 14. MINT-Gipfel den neuen Aktionsplan "Entdecken, entwickeln, verändern: Der Aktionsplan MINT+" vorgestellt. Damit entwickeln die beiden Ministerien die bisherige Förderung in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) weiter. Ziel ist es, außerschulische MINT-Bildung stärker mit Zukunftskompetenzen sowie kreativ-künstlerischen Ansätzen zu verknüpfen.

Bundesbildungsministerin Karin Prien: "MINT bedeutet entdecken, entwickeln und verändern. Mit dem Aktionsplan MINT+ wecken wir Begeisterung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik und stärken die MINT-Bildung in Deutschland systematisch und nachhaltig. Gemeinsam mit dem Bundesforschungsministerium verbinden wir fachliche Kompetenzen mit Zukunftskompetenzen, Kreativität und gesellschaftlicher Verantwortung. MINT+ setzt auf starke und verlässliche Partnerschaften aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Gemeinsam schaffen wir Strukturen, die Talente unabhängig von ihrer Herkunft fördern, begleiten und ihnen echte Entwicklungsperspektiven eröffnen. MINT-Kompetenzen sind eine Schlüsselvoraussetzung für selbstbestimmte Teilhabe in einer zunehmend digitalisierten Welt. Sie eröffnen individuelle Chancen, stärken die Innovationskraft unseres Landes und erhöhen die gesellschaftliche Resilienz. Deshalb setzen wir den Aktionsplan MINT+ konsequent um - mit klaren Zielen, konkreten Maßnahmen und starken Partnern an unserer Seite."

MINT-Bildung weiterentwickeln

Eine gute Bildung im MINT-Bereich stärkt die technologische Souveränität und die gesellschaftliche Resilienz Deutschlands. Um den Innovations- und Wirtschaftsstandort Deutschland langfristig zu stärken, braucht es eine enge Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Im Mittelpunkt steht forschendes, phänomen- und projektbezogenes Lernen, das junge Menschen auf künftige Herausforderungen vorbereiten soll.

Vier Säulen für ein starkes Netzwerk

Die Umsetzung des neuen Aktionsplans MINT+ stützt sich auf vier zentrale Säulen:

  • Kinder und Jugendliche stärken: Die geförderten Angebote wecken Neugier, Kreativität und das Zutrauen, die eigene Zukunft aktiv mitzugestalten.
  • MINT-Engagierte unterstützen: Akteurinnen und Akteure können ihre Initiativen professionalisieren. Längere Förderzyklen sollen künftig mehr Planungssicherheit bieten.
  • Strukturen ausbauen: Ein qualitätsgesichertes, nachhaltiges Netzwerk soll dafür sorgen, dass außerschulische Angebote ein fester Bestandteil regionaler Bildungslandschaften werden.
  • Den Standort sichern: Durch eine breite Förderung soll die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands langfristig gestärkt werden.

Neue Partnerschaften für die Praxis

Der Bund baut mit dieser Initiative auf den Erfolgen der vergangenen Jahre auf. Bereits seit 2019 wurden bundesweit Austauschstrukturen geschaffen und die fächerübergreifende Forschung intensiviert. Mit der Erweiterung zu MINT+ öffnet sich das Netzwerk nun für neue Kooperationen. Die Angebote richten sich gezielt an Schülerinnen und Schüler sowie an MINT-Engagierte in der Bildungslandschaft und binden Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft aktiv ein. So soll die Förderung dort ankommen, wo Innovationen von morgen entstehen.