Unter dem Motto "Mit Mut und Zuversicht - Gesellschaftlichen Wandel gerecht gestalten" hat am 14. April 2026 der "Wichern-Empfang" der Diakonie Deutschland stattgefunden. In der historischen Villa Elisabeth in Berlin-Mitte hielt Bundesbildungsministerin Karin Prien den Festvortrag. Mit ihrer Rede leitete sie auch zum inhaltlichen Schwerpunkt des Abends über: der Zukunft des Sozialstaats. Denn gut ausgebildete junge Menschen bilden eine wichtige Stütze des Sozialstaats.
Karin Prien: "Bildung ist der wichtigste Rohstoff in Deutschland. Mehr noch: Bildung ist der Treibstoff, der unser Land voranbringt. Mit Bildung entfalten sich die Potentiale der Menschen. Mit Bildung wächst unserer Wirtschaft. Mit Bildung stärken wir unsere Demokratie."
Gemeinsam die Demokratie schützen
Ein moderner, funktionsfähiger Staat trägt maßgeblich zum Schutz unserer Demokratie bei. Damit das gelingt, muss der Sozialstaat weiterentwickelt werden - in enger Kooperation zwischen Regierung, Wohlfahrtspflege und Zivilgesellschaft.
Karin Prien betonte in ihrer Rede, dass die Diakonie hierbei eine ganz entscheidende Rolle spielt. Denn ohne die Diakonie, ohne die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege, wäre der Sozialstaat in Deutschland in seiner Funktionsweise und Qualität nicht denkbar.
Die Diakonie und der Wichernempfang
Die Diakonie ist der soziale Dienst der evangelischen Kirchen. Rund 687.000 Mitarbeitende und 700.000 freiwillig Engagierte in rund 34.000 Angeboten engagieren sich für die evangelische soziale Arbeit, zum Beispiel in diakonischen Einrichtungen, in Gremien und Mitgliedsverbänden oder den Kirchengemeinden.
Der Wichern-Empfang findet jährlich in Anwesenheit geladener Gäste aus Kirche, Gesellschaft und Politik statt und beschäftigt sich mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen. Namensgeber ist der Theologe Johann Hinrich Wichern (1808-1881), der als Begründer der modernen Diakonie gilt.