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Demokratie, Selbstbestimmung und ein freies Europa
Karin Prien besucht Kyjiw
Aktuelle Meldung
Als Zeichen der deutschen Solidarität besuchte Bundesbildungs- und -familienministerin Karin Prien die Ukraine. Schutz kriegsbetroffener Kinder, Bildungskooperation und Gedenken prägten den Besuch in Kyjiw.
Karin Prien trifft in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw ein. Die Themen des Besuchs: Unterstützung im Kampf für Demokratie, Selbstbestimmung und ein freies Europa
Hilfe für im Krieg traumatisierte Kinder: Karin Prien besucht das PANDA (Protection AND Advocacy) Centre in Kyjiw, das Kindern aus russisch besetzten Gebieten psychologische Unterstützung und Rehabilitierungsprogramme im geschützten Rahmen bietet
Anschließend verlegt Karin Prien im Beisein von Vertrerinnen und Vertretern der Stadtverwaltung Kyjiws sowie engagierten Schülerinnen und Schülern einen Stolperstein zu Ehren von Ilya Galant
Am Abend nimmt Karin Prien neben Gästen wie Vitali Klitschko, ehemaliger Profiboxer und amtierender Bürgermeister von Kyjiw (links im Bild), an den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit teil
Anschließend besucht Karin Prien den Kindergarten Nr. 480 in Kyjiw, der nach einem russischen Angriff mit Unterstützung aus Deutschland wiederaufgebaut wurde
Gemeinsam mit der stellvertretenden ukrainischen Bildungsministerin Anastasiia Konovalova lässt sich Karin Prien die UNICEF-geförderte Einrichtung zeigen
In Kyjiw trifft Karin Prien außerdem Dani Dayan, den Vorsitzenden der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, zum Gespräch über Erinnerungskultur in der Ukraine
Bundesbildungs- und -familienministerin Karin Prien ist am Morgen des 5. Oktobers zu einem Besuch in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw eingetroffen. Der Besuch ist ein weiteres deutliches Zeichen der Bundesregierung für die Solidarität mit der Ukraine, die auch in diesen Tagen unter schweren Angriffen aus Russland leidet.
Karin Prien: "Ich komme nach Kyjiw, um zu zeigen: Wir stehen an der Seite der Ukraine und wir unterstützen dieses Land und seine Menschen im entschlossenen Kampf für die Demokratie, für staatliche Selbstbestimmung und ein freies Europa.
Unsere Unterstützung erwächst auch aus unserem Bewusstsein um die eigene Geschichte und aus unserer besonderen Verantwortung für Europa. Zugleich ist diese Partnerschaft keine Einbahnstraße: Wir wollen die Ukraine nicht nur unterstützen, sondern auch von ihr lernen und im beiderseitigen Interesse unsere Partnerschaft ausbauen.
Die Ukraine verteidigt in diesem Krieg nicht nur ihr Land, sondern auch ihre Gesellschaft und ihre demokratische Zukunft. Kinder und Jugendliche sind von den Folgen des Krieges besonders betroffen. Sie erleben Gewalt und Zerstörung, verlieren ihre Heimat, müssen mit traumatischen Erfahrungen leben und stehen nun vor dem fünften Kriegswinter.
Und dennoch zeigt dieses Land eine beeindruckende Stärke. Gesellschaftliche Resilienz ist kein abstrakter Begriff. Sie zeigt sich dort, wo Menschen füreinander einstehen - in Familien, Schulen, Jugendhilfe, Nachbarschaften und einer engagierten Zivilgesellschaft. Die Ukraine hat unter kaum vorstellbaren Bedingungen beeindruckende Erfahrungen mit gesellschaftlicher Widerstandskraft und steter Innovation gesammelt. Davon können auch wir als Gesellschaft lernen."
Schutz, Bildung und Zukunftsperspektiven der Kinder stärken
Ein Schwerpunkt des Besuchs liegt auf der Frage, wie Kinder und Jugendliche auch in der Krise Schutz, Bildung, Stabilität und Zukunftsperspektiven erhalten können. Karin Prien tauscht sich aus mit Regierungsmitgliedern, besucht unter anderem eine Schule und einen Kindergarten und verlegt einen Stolperstein im Gedenken an die unter den Nazis ermordeten ukrainischen Jüdinnen und Juden.