Am 2. Juni hat Staatssekretärin im Bundesbildungs- und -familienministerium, Dr. Petra Bahr, in Berlin am Fachtag "GEWALT.MACHT.MÄNNER - Perspektiven für Prävention, Schutz und wirksames Handeln" des Bundesforum Männer teilgenommen. Im Mittelpunkt der Fachveranstaltung mit 250 Teilnehmenden aus Wissenschaft, Praxis, Politik und Zivilgesellschaft stand die Frage, wie Gewalt, Machtverhältnisse und Männlichkeitsnormen zusammenwirken. Zudem wurde diskutiert, welche Ansätze Prävention, Schutz und Intervention wirksamer machen können. Die Veranstaltung machte deutlich, dass Gewalt nicht allein als individuelles Fehlverhalten verstanden werden kann. Vielmehr muss sie als gesellschaftliches Problem diskutiert werden, das eng mit Rollenbildern, Machtstrukturen und sozialen Erwartungen verbunden ist. Männer sind dabei in unterschiedlichen Rollen zu betrachten: als Täter, als Betroffene und als Akteure in Institutionen und sozialen Zusammenhängen.
Dr. Petra Bahr: "Prävention, Intervention und Schutz müssen zusammengedacht werden. Sie sind keine konkurrierenden Konzepte, sie sind Teile eines Ganzen. Wir arbeiten derzeit an einer Reihe von Initiativen, die genau diesen integrierten Ansatz stärken: von Präventionsprojekten über die Weiterentwicklung des Hilfesystems bis hin zu Täterarbeitsprogrammen."
Impulse aus Forschung und Praxis einbeziehen
In Vorträgen, Panels und Praxisbeiträgen wurden verschiedene Perspektiven auf Gewaltprävention und Gewaltschutz zusammengeführt. Die Teilnehmenden diskutierten unter anderem die Wirkung traditioneller Männlichkeitsbilder, Zugänge zu Jungen- und Männerarbeit, Täterarbeit sowie die Bedeutung geschlechterreflektierter Bildungs- und Präventionsangebote.
Politischer Jahresempfang des Bundesforum Männer
An den Fachtag schloss sich der politische Jahresempfang des Bundesforum Männer an, der mit Grußworten von Dr. Petra Bahr, sowie Saskia Esken, der Vorsitzenden im Ausschuss für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, eröffnet wurde.