Dr. Ralf Kleindiek besucht Fachtagung zu wirtschaftlicher Unabhängigkeit von Frauen

Dr. Ralf Kleindiek spricht auf der DGB-Fachtagung in Berlin
Dr. Ralf Kleindiek spricht auf der DGB-Fachtagung in Berlin © Bildnachweis: BMFSFJ

Am 9. Oktober hat der Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, Dr. Ralf Kleindiek, die Fachtagung mit dem Titel "Weiblich, qualifiziert sucht: Wirtschaftliche Unabhängigkeit!" in Berlin besucht. Sie fand innerhalb des Projekts "Was verdient die Frau? Wirtschaftliche Unabhängigkeit!" statt - eine Kooperation des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) mit dem Bundesfamilienministerium.

Auf der Fachtagung diskutierten Dr. Ralf Kleindiek, die stellver­tretende Vorsitzende des DGB, Elke Hannack, und die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, Prof. Jutta Allmendinger, mit mehr als 150 Fachleuten aus Politik, Gewerkschaften, Unternehmen und Verwaltungen über Chancen und Hindernisse auf dem Weg zur wirtschaftlichen Unabhängig­keit von Frauen. Darüber hinaus wurden konkrete, umsetzbare Handlungsoptionen zur Entgelt- und Chancen­gleichheit vorgestellt. Denn obwohl fast alle jungen Frauen wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen wollen, sieht die Lebensrealität oft anders aus.

Fokus auf Umbruchsituationen im Lebenslauf

Entsprechend der Lebenslaufperspektive fokussiert das Projekt Umbruchssituationen im Lebensverlauf. So werden vor allem Frauen in den Blick genommen, die sich beim Übergang von der Ausbildung in den Beruf oder in Übergangssituationen rund um die Familienphase befinden.

Nach einer wissenschaftlichen Aufarbeitung der bestehenden Erkenntnisse werden in verschieden Veranstaltungsformaten für politische, gewerkschaftliche und betriebliche Akteurinnen und Akteure sowie für die Frauen in den Zielgruppen die Erkenntnisse zielgruppengerecht präsentiert. Zusammen mit den Teilnehmenden werden Handlungsempfehlungen erarbeitet. In einem Schwerpunkt werden web-basierte Elemente eingesetzt und soziale Medien einbezogen:

So können junge Frauen mit dem Online-Quiz "Die Generalprobe" die finanziellen Auswirkungen von Entscheidungen im Lebensverlauf durchspielen.

Mit  dem digitalen Beratungstool „ Dein Sprungbrett“ werden Frauen in Webinaren (Online-Seminaren) niedrigschwellig und kompetent rund ums das Erwerbsleben und die eigenständige Existenzsicherung beraten. Die Ergebnisse der Webinare werden mit weiteren Informationen in einer Mediathek bereitgestellt.

Alle Informationen finden sich auf der Projektwebsite www.was-verdient-die-frau.de  sowie auf Facebook und Twitter. Das vom Bundesfamilienministerium finanzierte Projekt läuft in zwei Phasen von September 2014 bis August 2018.

Mehr Lohngerechtigkeit durch Transparenz

"Nach wie vor sind die Bruttostundenlöhne im Durchschnitt 22 Prozent niedriger als die der Männer. Das muss ein Ende haben, wir brauchen mehr Lohngerechtigkeit", sagte Dr. Ralf Kleindiek. Er betonte außerdem: "Mit unserem geplanten Gesetz sollen Lohnstrukturen transparenter werden. Unternehmen sollen Entgeltdiskriminierung erkennen und beseitigen können. Um gleichwertige Arbeit für Frauen und Männer zu erreichen, wollen wir Arbeitszeiten gleichmäßiger verteilen. Das unterstützen wir bereits mit dem ElterngeldPlus. Mit der Familienarbeitszeit möchten wir diesen Weg fortsetzen."

Das Projekt "Was verdient die Frau? Wirtschaftliche Unabhängigkeit!" des DGB stellt die eigenständige Existenz von (jungen) Frauen in den Mittelpunkt und bringt politische, gewerkschaftliche und betriebliche Akteurinnen und Akteure mit der Wissenschaft zusammen. Das vom Bundesfamilienministerium finanzierte Projekt läuft von September 2014 bis August 2016.