Transform 2026

Digitale Transformation braucht Vielfalt

Karin Prien bei der Transform 2026
In ihrer Keynote betonte Karin Prien die Bedeutung der Nachwuchsförderung für Frauen in Technikberufen © Dennis Reimann

"Diversity, Equity, Irrelevance: Kann unsere Wirtschaft auf Vielfalt verzichten?" Diese Frage stand im Mittelpunkt der Keynote von Bundesbildungsministerin Karin Prien bei der Transform 2026, dem Bitkom-Event zur Digitalisierung der Wirtschaft. Vor Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft sprach sie über Chancen der digitalen Transformation für die Gleichstellung und über die Rolle von Vielfalt und Gleichstellung für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit. 

Karin Prien: "In Zeiten von Digitalisierung und Fachkräftemangel wollen wir insbesondere auf die Talente von Frauen setzen, um Innovationskraft und wirtschaftliche Dynamik zu stärken. Frauen sind in technischen Berufen immer noch deutlich unterrepräsentiert. Ihr Anteil liegt derzeit bei nur rund 18 Prozent. Wir müssen uns breiter aufstellen, das stärkt Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft."

Mädchen für Naturwissenschaften und Technik begeistern

Um mehr Frauen für digitale Zukunftsberufe zu gewinnen, setzt das Bundesbildungsministerium entlang der gesamten Bildungskette an. Ziel ist es, stereotype Rollenbilder aufzubrechen und Mädchen frühzeitig für Technik und Informatik zu begeistern.

Vom Bundesbildungsministerium geförderte Programme wie der Aktionsplan für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT- Aktionsplan), die Initiative Klischeefrei, der bundesweite Aktionstag Girls'Day sowie das Projekt YouCodeGirls, das Mädchen für Programmieren und Berufe in der Informationstechnologie (IT) gewinnen will, eröffnen neue Erfahrungsräume für junge Menschen und unterstützt damit eine Berufs- und Studienwahl frei von Geschlechterklischees. 

Alle Talente für die digitale Transformation nutzen

Im Anschluss an ihre Keynote diskutierte Karin Prien auf einem Panel über die Rolle von Vielfalt in Unternehmen und über Wege zu mehr Teilhabe von Frauen in IT-Berufen.

Dabei wurde deutlich: Politik kann Rahmenbedingungen schaffen und Programme fördern. Entscheidend ist jedoch auch das Engagement der Unternehmen selbst - etwa durch vielfältige Teams, faire Karrierechancen und bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Einig waren sich die Gesprächspartnerinnen und -partner darin, dass die digitale Transformation nur dann gut gelingt, wenn alle Talente genutzt werden.