Gleichstellung und Teilhabe

40 Jahre Ratifizierung der UN-Frauenrechtskonvention in Deutschland

Karin Prien

Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums stellt Karin Prien das Booklet "Die UN Frauenrechtskonvention" vor

© Kira Hofmann/BMBFSFJ/photothek.de
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Das Booklet, herausgegeben vom Bundesfrauenministerium und der CEDAW-Allianz, enthält alle Artikel der UN-Frauenrechtskonvention

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In ihrer Keynote spricht Prof. Daphna Hacker, Mitglied im Ausschuss der UN-Frauenrechtskonvention, über die weltweite Lage der Menschenrechte von Frauen

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Anschließend diskutieren die nordrhein-westfälische Gleichstellungsministerin Josefine Paul, die Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte, Prof. Dr. Beate Rudolf, die Vorsitzende des Deutschen Frauenrats, Dr. Beate von Miquel und die Direktorin der Bundesstiftung Gleichstellung, Lisi Maier, bei einer Podiumsdiskussion zum Thema "40 Jahre Ratifizierung der CEDAW in Deutschland – wo stehen wir?"

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Bundesfrauenministerin Karin Prien im Gespräch mit Prof. Daphna Hacker, Mitglied im Ausschuss der UN-Frauenrechtskonvention

Bundesfrauenministerin Karin Prien im Gespräch Prof. Daphna Hacker, Mitglied im Ausschuss der UN-Frauenrechtskonvention

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Am 12. Dezember hat Bundesfrauenministerin Karin Prien zur Jubiläumsfeier "40 Jahre Ratifizierung der UN-Frauenrechtskonvention in Deutschland - ein Grund zu feiern!?" nach Berlin eingeladen. Auf der Veranstaltung erinnerte sie an die Erfolge der letzten vier Jahrzehnte, insbesondere die Einrichtung des Bundesfrauenministeriums vor 39 Jahren, die Aufnahme von Vergewaltigung in der Ehe als Straftatbestand im Jahr 1997 und die Einführung des Elterngeldes im Jahr 2007. Dies sind nur einige Beispiele für große Errungenschaften, die zu positiven Veränderungen im Leben vieler Frauen in Deutschland geführt haben.

Karin Prien: "Es geht es nicht mehr nur darum, Gleichstellung weiter voranzubringen. Sondern auch darum, das Erreichte zu sichern. Wichtig ist, dass wir uns resilient zeigen und gemeinsam und unbeirrbar für Gleichstellung und Frauenrechte einstehen. Auch heute - 40 Jahre nach der Ratifizierung der UN-Frauenrechtskonvention - sind Beharrlichkeit, Durchsetzungskraft und Durchhaltevermögen gefragt. Wir sind bei der Gleichstellung noch lange nicht am Ziel."

Gleichstellung fördern und wahren

Gemeinsam mit den über 200 geladenen Gästen wurden auf Podiumsdiskussionen und in verschiedenen Workshops über Herausforderungen der Gegenwart debattiert, insbesondere über den Schutz von Frauen vor Gewalt, die Gleichstellung als Querschnittsthema, die Teilhabe von Frauen in der Politik, die wirtschaftliche Eigenständigkeit sowie die Herausforderungen von Frauen im Berufsalltag. Die UN-Frauenrechtskonvention wurde als wichtiges völkerrechtliches Instrument für Frauen gewürdigt, insbesondere in Zeiten, in denen autoritäre Kräfte das Rad der Gleichstellung zurückdrehen wollen. 

Zusammenarbeit für Frauen weltweit stärken

Anlässlich der Veranstaltung hat das Bundesfrauenministerium gemeinsam mit der CEDAW-Allianz ein Booklet mit den Artikeln der Frauenrechtskonvention herausgegeben. Einen großen Dank sprach Karin Prien zudem dem CEDAW-Ausschuss der UN aus, mit dem die Bundesregierung im Rahmen des Staatenberichtsverfahrens in regelmäßigem Austausch zur Umsetzung der UN-Frauenrechtskonvention steht. Auch Frau Prof. Daphna Hacker, Mitglied des UN-Ausschusses, lobte in einer Rede die Zusammenarbeit mit Deutschland in diesem Verfahren.