Aktuelle Meldungen Jugend

Berufsbildungsbericht 2026

Karin Prien stellt Berufsbildungsbericht 2026 im Kabinett vor

Tischlerin, die am Laptop in der Tischlerei arbeitet
Das Interesse an Ausbildungsberufen wächst laut Berufsbildungsbericht 2026 - allerdings braucht es konkrete Hilfen bei der passgenauen Besetzung © Adobe Stock/Seventyfour

Bundesbildungsministerin Karin Prien hat am 6. Mai im Kabinett den Berufsbildungsbericht 2026 vorgestellt. Der Bericht zeigt ein differenziertes Bild des Ausbildungsmarktes: Während sich die wirtschaftliche Lage bemerkbar macht, gibt es zugleich ermutigende Entwicklungen. Die berufliche Bildung bleibt ein zentraler Baustein für Fachkräftesicherung, gesellschaftliche Teilhabe und individuelle Zukunftsperspektiven.

Karin Prien: "Der Berufsbildungsbericht 2026 zeigt, dass eine erfolgreich absolvierte duale Ausbildung klare Vorteile bietet. Gleichzeitig wachsen die Herausforderungen für den Ausbildungsmarkt: Das Angebot geht zurück, das Interesse steigt - und dennoch bleiben viele Stellen unbesetzt, weil es an der Passung fehlt. Regionale Unterschiede und eine ungleiche Verteilung bei den Ausbildungsberufen verstärken diese Entwicklung zusätzlich. Während in beliebten Ausbildungsberufen viele Bewerberinnen und Bewerber unversorgt bleiben, gibt es in anderen weiterhin offene Stellen. Auch die Qualifikationen der Interessierten passen nicht immer zu den Anforderungen der Betriebe. Genau hier setzen wir mit gezielten Maßnahmen zur Stärkung von Basiskompetenzen und Berufsorientierung an. Zugleich machen wir die berufliche Bildung attraktiver - mit modernen Ausbildungsordnungen, besseren Karriereperspektiven und mehr Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung. Unser Ziel ist klar: Die berufliche Bildung muss als gleichwertige und attraktive Alternative zum Studium wahrgenommen werden. Deshalb unterstützen wir auch gezielt junge Erwachsene ohne Berufsabschluss. Mit der Qualifizierungsoffensive Berufliche Bildung verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz, damit mehr Menschen den Weg in Ausbildung und Beschäftigung finden."

Interesse an beruflicher Bildung steigt

Der Bericht macht deutlich, dass sich wieder mehr junge Menschen für eine berufliche Ausbildung interessieren. Gleichzeitig beginnen jedoch weniger von ihnen tatsächlich eine Ausbildung. Im Ausbildungsjahr 2024/25 wurden 476.000 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen - rund 10.000 weniger als im Vorjahr.

Berufliche Bildung attraktiver machen

Mit der 2026 gestarteten Qualifizierungsoffensive Berufliche Bildung (QBB) will das Bundesbildungsministerium diesen Trend umkehren. Die Offensive setzt umfassend an: von verbesserter Berufsorientierung für unterschiedliche Schulformen über attraktivere Arbeits- und Lernbedingungen bis hin zu gleichwertigen Karrierewegen und der Weiterentwicklung von berufsabschlussorientierten Teilqualifikationen. Ziel ist es darüber hinaus auch, die gesellschaftliche Wertschätzung und Wahrnehmung der beruflichen Bildung weiter zu stärken.

Die Bedeutung der beruflichen Bildung zeigt sich sowohl für die individuelle Lebensperspektive als auch für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Eine duale Ausbildung bietet gute Chancen auf eine stabile Erwerbsbiografie: 79 Prozent der Auszubildenden wurden 2024 von ihren Ausbildungsbetrieben übernommen. Gleichzeitig besteht auf dem Arbeitsmarkt weiterhin eine hohe Nachfrage nach beruflich qualifizierten Fachkräften - eine klassische Win-Win-Situation für Wirtschaft und junge Menschen.

Zugang zu einer Ausbildung erleichtern

Ein zentrales Anliegen bleibt es, allen Interessierten den Zugang zu einer Ausbildung zu ermöglichen. Dabei richtet sich der Blick auch auf Personen, die eine Ausbildung oder ein Studium abgebrochen haben, sich weiterqualifizieren möchten oder bereits berufliche Erfahrungen mitbringen. Gerade im Kontext des Strukturwandels kommt es auf jede einzelne Arbeitskraft an.

Auch Menschen mit Einwanderungsgeschichte leisten einen wichtigen Beitrag: Laut integrierter Ausbildungsberichterstattung ist die Zahl der Anfängerinnen und Anfänger mit ausländischer Staatsangehörigkeit im Bereich der Berufsbildung um elf Prozent gestiegen.

Gemeinsam mit den Partnern der beruflichen Bildung - unter anderem im Rahmen der Allianz für Aus- und Weiterbildung - soll die Attraktivität der Ausbildung weiter gesteigert werden, damit mehr junge Menschen den Weg in eine Ausbildung finden und diese erfolgreich abschließen.

Der Berufsbildungsbericht 2026

Der Berufsbildungsbericht 2026 bildet die Lage auf dem Ausbildungsmarkt zum Stichtag 30. September 2025 ab. Im Berichtsjahr 2025 ist das Ausbildungsstellenangebot auf 530.300 gesunken (-25.300 Stellen beziehungsweise -4,6 Prozent). Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im dualen System lag bei 476.700 Stellen (-2,1 Prozent). Die traditionelle Ausbildungsnachfrage ging leicht auf 515.800 Stellen zurück (-0,3 Prozent), während die erweiterte Nachfrage auf 560.300 Stellen anstieg (+0,3 Prozent). Zum Ende des Berichtszeitraums waren 84.400 Bewerberinnen und Bewerber noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz (+14.000 Bewerberinnen und Bewerber). Gleichzeitig gab es 54.400 unbesetzte Ausbildungsstellen (-15.000 Stellen). Die Zahl der unversorgt Gebliebenen stieg auf 39.900 Bewerberinnen und Bewerber (+28 Prozent). In der integrierten Ausbildungsberichterstattung zeigt sich zudem ein Rückgang der Anfängerzahlen in der dualen Berufsausbildung im Jahr 2025, während schulische Ausbildungsgänge - insbesondere in Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialberufen - Zuwächse verzeichnen.

Bessere Startchancen

Bund und Länder bringen Milliarden für die Kindertagesbetreuung auf den Weg

Eine Mutter zieht ihrem Sohn in der Kita Haussschuhe an
Bund und Länder einigen sich darauf, vier Milliarden Euro in die Kindertagesbetreuung sowie die Hochschul- und Wissenschaftsinfrastruktur zu investieren. Die Mittel stammen aus dem Sondervermögen "Infrastruktur und Klimaneutralität" © BMBFSFJ / Philipp Arnoldt

Bund und Länder haben gemeinsam ein milliardenschweres Investitionsprogramm für die Kindertagesbetreuung auf den Weg gebracht. Mit einer neuen Verwaltungsvereinbarung wurde die Grundlage dafür geschaffen, dass Bau-, Sanierungs- und Ausstattungsmaßnahmen in Kitas umgesetzt werden können - und zwar rückwirkend ab dem 1. Januar 2026. Die finale, gemeinsam ausgehandelte Fassung der Verwaltungsvereinbarung liegt den Ländern zur Unterzeichnung vor. Das Geld kommt aus dem Sondervermögen "Infrastruktur und Klimaneutralität": Insgesamt stellt der Bund den Ländern vier Milliarden Euro zur Verfügung, die für Investitionen in die Kindertagesbetreuung sowie in Hochschul- und Wissenschaftsinfrastruktur eingesetzt werden können.

Das Ziel ist klar: Mehr Plätze, bessere Ausstattung und moderne Einrichtungen - besonders dort, wo der Bedarf am größten ist. Die Mittel sollen passgenau eingesetzt werden, damit Länder und Kommunen gezielt auf ihre jeweiligen Herausforderungen reagieren können.

Bundesbildungsministerin Karin Prien: "Die Kita ist neben dem Elternhaus der Ort, an dem sich entscheidet, ob Kinder gute Startchancen haben. Deshalb handeln wir jetzt entschlossen. Der Bund ermöglicht es den Ländern gezielt dort zu investieren, wo Unterstützung am dringendsten gebraucht wird, und schafft die Voraussetzungen dafür, dass Kommunen und Träger schnell und wirksam handeln können. Und genau das setzen wir mit den vier Milliarden Euro des Bundes aus dem Sondervermögen um: Wir stellen gezielt Mittel für die frühkindliche Bildung und Betreuung bereit - etwa zur Investition in den Neu- und Ausbau von Kitas, Krippen und Kindertagespflege sowie in Sanierung, Modernisierung und eine zeitgemäße Ausstattung. So schaffen wir neue Plätze und sichern bestehende. Ich danke den Ländern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Besonders wichtig ist mir, dass ein großer Teil der Mittel in finanzschwache Kommunen fließen soll - und in Einrichtungen, in denen viele Kinder betreut werden, die unter schwierigen Bedingungen aufwachsen. Zugleich haben die Länder die Möglichkeit, aus ihrem Anteil am Sondervermögen in Höhe von 100 Milliarden Euro weitere Mittel für die Kindertagesbetreuung einzusetzen. Wir wissen: Jeder Euro, den wir in die frühe Bildung investieren, zahlt sich vielfach aus."

Weitere Schritte im Verfahren

Nach Unterzeichnung der Vereinbarung durch alle Länder setzen die Länder eigene Förderrichtlinien auf und organisieren die Antrags- und Bewilligungsverfahren. Träger von Kindertageseinrichtungen und andere Antragsteller können Fördermittel für Neubau, Ausbau, Umbau, Sanierung und moderne Ausstattung beantragen - einschließlich digitaler Infrastruktur und energetischer Maßnahmen. Der Bund unterstützt damit nicht nur Ausbau und Erhalt von Betreuungseinrichtungen, sondern auch gute, gesunde Arbeitsbedingungen für die dort tätigen Fachkräfte und eine zeitgemäße digitale Ausstattung.

Fakten im Überblick

  • Vier Milliarden Euro stellt der Bund von 2026 bis 2029 aus dem Sondervermögen "Infrastruktur und Klimaneutralität" bereit.
  • Die Mittel können ziel- und passgenau entsprechend der Einschätzungen der Länder für Kindertagesbetreuung sowie Hochschul- und Wissenschaftsinfrastruktur eingesetzt werden.
  • Gefördert werden unter anderem Neubau, Ausbau, Sanierung, Modernisierung und Ausstattung von Einrichtungen.
  • Ein Schwerpunkt soll auf finanzschwachen Kommunen und Einrichtungen mit besonderem Unterstützungsbedarf liegen.
  • Seit 2008 hat der Bund mit fünf Investitionsprogrammen zur Kinderbetreuung bereits 5,4 Milliarden Euro bereitgestellt und damit mehr als 750.000 zusätzliche Betreuungsplätze geschaffen. 
Kinder- und Jugendpolitik

Petra Bahr beruft neues Bundesjugendkuratorium

Gruppenbild mit Dr. Petra Bahr und den Mitgliedern des Bundesjugendkuratorium
Staatssekretärin Dr. Petra Bahr mit den Mitgliedern des für die 21. Legislaturperiode berufenen Bundesjugendkuratoriums © DJI | Jordis Schlößer

Am 5. Mai hat Staatssekretärin Dr. Petra Bahr im Namen von Bundesjugendministerin Karin Prien die Mitglieder des Bundesjugendkuratoriums für die 21. Legislaturperiode berufen. Der Beratungsauftrag der Sachverständigen ist gesetzlich vorgeschrieben und bezieht sich auf grundsätzliche Fragen der Kinder- und Jugendhilfe und der Kinder- und Jugendpolitik.  

Staatssekretärin Dr. Petra Bahr: "Die Bundesregierung ist auf fundierte Expertise aus Wissenschaft und Praxis angewiesen, um ihre Politik für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zielgenau und wirksam weiterzuentwickeln. Das Bundesjugendkuratorium ist dabei ein zentraler Impulsgeber und Berater über Ressortgrenzen hinweg. Ich bin beeindruckt vom großen Engagement und der hohen fachlichen Expertise der berufenen Mitglieder. Die von Bildungs- und Jugendministerin Karin Prien gesetzten Schwerpunkte betonen die zentrale Rolle der Bildung im Lebenslauf für mehr Chancengerechtigkeit von Kindern und Jugendlichen. Wir freuen uns auf pointierte Empfehlungen - etwa zur Stärkung der Frühen Bildung und der Verbesserung der Bildungsübergänge."

Dem Bundesjugendkuratorium gehören Sachverständige aus der Wissenschaft, aus Politik und Verwaltung und aus der Fachpraxis an. Es bezieht junge Menschen in geeigneter Weise in seine Beratungen ein und prüft bei der Bearbeitung der Themen, wie die Auffassungen jeweils betroffener junger Menschen am besten berücksichtigt werden können. 

Unterstützt wird das Bundesjugendkuratorium von der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendpolitik am Deutschen Jugendinstitut

Das Bundesjugendkuratorium wird in jeder Legislaturperiode neu berufen. Die Grundlage dafür ist ein gesetzlicher Auftrag gemäß Paragraph 83 Absatz 2 Sozialgesetzbuch VIII.

Die Sachverständigen des Bundesjugendkuratoriums:

  • Prof. Dr. Yvonne Anders, Goethe-Universität Frankfurt
  • Enrico Birkner, Landesjugendamt des Freistaates Sachsen (stellvertretender Vorsitzender)
  • Peggy Eckert, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung Sachsen
  • Prof. Dr. Fabian Hofmann, Fliedner Fachhochschule Düsseldorf
  • Prof. Dr. Nina Kolleck, Universität Potsdam
  • Prof. Dr. Nele McElvany, Technische Universität Dortmund
  • Christian Patzelt, Deutsche Jugendfeuerwehr
  • Daniel Poli, IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.
  • Prof. Dr. Elisabeth Richter, Medical School Hamburg
  • Matthias Selle, Kreisrat für Bildung und Soziales Osnabrück
  • Petra Spoo-Ludwig, Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit, Saarland
  • Daniel Thomsen, Fachbereich Jugend, Familie und Bildung, Kreis Nordfriesland
  • Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan, Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung, Universität Duisburg-Essen
  • Claudia Völcker, Kinder- und Jugendhilfe der Diakonissen Speyer (stellvertretende Vorsitzende)
  • Prof. Dr. Ivo Züchner, Philipps-Universität Marburg (Vorsitzender)

 

Deutscher Kita-Preis 2026

Nominierte Kitas und Lokale Bündnisse stehen fest

Deutscher Kita-Preis 2026 Motiv
Die Nominierten um den Deutschen Kita-Preis 2026 stehen fest © DKJS/Jakob Erlenmeyer und Nikolaus Götz

Am 28. April haben Fachleute die 30 Nominierten für den Deutschen Kita-Preis 2026 bekanntgegeben. Aus rund 620 Bewerbungen wählten sie deutschlandweit 15 Kitas und 15 lokale Bündnisse für die zweite Runde aus. An der Entscheidung beteiligten sich die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), das Berliner Kita-Institut für Qualitätsentwicklung sowie das Institut Welt:Stadt:Quartier.

Die Nominierungen für den Deutschen Kita-Preis 2026

Nominiert in der Kategorie "Kita des Jahres"

Bayern

  • Evangelisches Reggio-Kinderhaus, Günzburg
  • AWO Kita Langweid, Langweid am Lech

Berlin

  • Eltern-Initiativ-Kindertagesstätte Regenbogenkinder, Berlin-Reinickendorf

Brandenburg

  • JuS Kita Kinderland, Oranienburg

Hamburg

  • Kita Feuerwache, Hamburg

Hessen

  • Kita Kleyerstraße, Frankfurt am Main

Mecklenburg-Vorpommern

  • Naturkindergarten barfuss & gemüse, Wolgast

Nordrhein-Westfalen

  • FABIDO TEK Am Rüggen, Dortmund
  • CJD Kita Moosbeerenweg, Troisdorf

Rheinland-Pfalz

  • Katholische Kita St. Laurentius, Gundheim
  • Kita Wittlich-Neuerburg, Wittlich

Sachsen

  • Kita in der LOUISE, Dresden
  • AWO Kita Naseweis, Oelsnitz

Schleswig-Holstein

  • DRK-Kita Blocksberg, Kiel

Thüringen

  • Kita Riethspatzen, Erfurt

Nominiert in der Kategorie "Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres"

Baden-Württemberg

  • Villa Kunterbunt Gosheim, Gosheim
  • Bündnis Gelebte Inklusion, Korntal-Münchingen
  • Bildungs- und Familienzentrum BiKiFa, Schwäbisch Gmünd

Hessen

  • Schulstart mit Rückenwind, Ronshausen

Niedersachsen

  • Initiative Kinder-Bewegungsstadt, Osnabrück
  • Bündnis für familienorientierte frühkindliche Bildung, Wolfsburg

Nordrhein-Westfalen

  • Neu im Leben, Bonn
  • Wurzeln fürs Leben, Dortmund
  • Pinocchio Interessengemeinschaft, Solingen

Rheinland-Pfalz

  • Kita-Sozialarbeit der Caritas im Rhein-Lahn-Kreis, Lahnstein
  • Pakt für Pirmasens, Pirmasens

Sachsen-Anhalt

  • Kneipp-Netzwerk NaturVerbunden, Bad Schmiedeberg
  • Aufwind Wanzleben-Börde, Wanzleben-Börde

Thüringen

  • SPORT VERNETZT Jena, Jena
  • Begegnungsraum Rudolstadt, Rudolstadt

Besonderes Engagement auszeichnen

Die Auszeichnung wird seit 2018 vom Bundesbildungsministerium und der DKJS gemeinsam mit weiteren Partnern vergeben. Ausgezeichnet werden Einrichtungen und Netzwerke, die die Bedürfnisse und Interessen der Kinder in den Mittelpunkt stellen, Kinder, Familien und Mitarbeitende einbeziehen sowie ihre Arbeit gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren aus dem Sozialraum kontinuierlich weiterentwickeln.

In den kommenden Wochen nehmen die Fachleute die Arbeit der Nominierten weiter in den Fokus. Auf Basis erweiterter Bewerbungsunterlagen und digitaler Interviews verschaffen sie sich ein fundiertes Bild der pädagogischen Qualität. Bis Ende Juni bestimmen sie jeweils acht Finalisten in den Kategorien "Kita des Jahres" und "Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres". Im November entscheidet schließlich eine Jury, wer den Deutschen Kita-Preis 2026 erhält.

Der Deutsche Kita-Preis ist mit 110.000 Euro dotiert: Die Erstplatzierten erhalten je 25.000 Euro, die Zweit- und Drittplatzierten 15.000 Euro und 10.000 Euro. Alle weiteren Finalisten erhalten einen Anerkennungspreis von 1000 Euro. 

Der Deutsche Kita-Preis

Der Deutsche Kita-Preis ist eine gemeinsame Initiative des Bundesbildungs- und -familienministeriums und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung in Partnerschaft mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund, der DFL Stiftung, dem Didacta-Verband, der Marke ELTERN, der Heinz und Heide Dürr Stiftung und der Soziallotterie freiheit+. Die Auszeichnung setzt Impulse für Qualität in der frühkindlichen Bildung und würdigt das Engagement der Menschen, die tagtäglich in Kitas zeigen, wie gute Qualität vor Ort gelingt.

Girls'Day und Boys'Day

Klischeefreie berufliche Perspektiven für Mädchen und Jungen schaffen

Gruppenbild mit Karin Prien beim Girls Day im Naturkundemuseum

Karin Prien begleitet am Girls'Day junge Mädchen bei ihren Einblicken in verschiedene Berufe im Naturkundemuseum

© Marc Beckmann
Gruppenbild mit Karin Prien beim Girls Day im Naturkundemuseum

Beim anschließenden Boys'Day entdeckt Karin Prien mit den teilnehmenden Jungen die beruflichen Möglichkeiten in einem Labor der Berliner Charité

© Marc Beckmann

Unter dem Motto "Dein Tag, dein Weg!" haben tausende Unternehmen und Institutionen am 23. April ihre Türen für den 25. Girls'Day und den 15. Boys'Day geöffnet. Der Boys'Day wartete mit einem Rekordwert von rund 9000 Angeboten auf. Die beiden Aktionstage eröffnen Einblicke und können aus Neugier eine Idee für die Zukunft machen. Das erlebten bundesweit hunderttausende Jugendliche und warfen dabei einen Blick in Berufswelten, in denen sie bislang unterrepräsentiert sind. 

Bundesjugendministerin Karin Prien: "Über die Rekordbeteiligung bei den Angeboten für die Jungs in diesem Jahr freue ich mich ganz besonders. Girls'Day und Boys'Day zeigen, wie viel in einem einzigen Tag stecken kann: Wenn Jugendliche Berufe ganz praktisch erleben, öffnen sich neue Perspektiven - jenseits von Klischees und vertrauten Wegen. Sie können Berufe entdecken, die sie vorher vielleicht nie für sich in Betracht gezogen hätten - ohne Klischees und festgelegte Rollenbilder. Gerade in einer Arbeitswelt, die sich durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) rasant verändert, ist es wichtiger denn je, frühzeitig praktische Einblicke zu ermöglichen und Neugier zu wecken. Wer eigene Stärken entdeckt und neue Perspektiven gewinnt, trifft selbstbewusster Entscheidungen für die Zukunft. Gleichzeitig profitieren auch Unternehmen, die engagierte und vielfältige Talente für sich gewinnen können. Girls'Day und Boys'Day sind damit ein wichtiger Impuls für mehr Chancengleichheit und für die Fachkräfte von morgen. Eine Win-Win-Situation für Gesellschaft und Wirtschaft."

Barbara Schwarze, Vorsitzende vom Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit: "Zum 25. Girls'Day und 15. Boys'Day wird deutlich, dass ein Tag viel bewegen kann. Seit dem Start haben über 2,6 Millionen Mädchen und rund 500.000 Jungen die Chance genutzt, neue Wege auszuprobieren. Und diese Einblicke wirken, denn wer Berufe praktisch erlebt, erweitert die eigenen Perspektiven und entdeckt neue Möglichkeiten für die eigene Zukunft. Unsere Studien zeigen: Im Bereich der Informationstechnik (IT) steigt das Interesse von Schülerinnen nach dem Girls'Day von 12 auf fast 21 Prozent, im Handwerk zeigt sich ein ähnlicher Effekt. Und beim Boys'Day wächst die Zahl der Jungen, die sich soziale oder erzieherische Berufe vorstellen können, von 17 auf fast 27 Prozent."

Vielfältige Einblicke für knapp 180.000 Jugendliche anbieten

Insgesamt standen bei den Aktionstagen 2026 über 24000 Angebote und rund 180.000 Plätze für Schülerinnen und Schüler zur Verfügung. Mädchen konnten dabei vor allem Einblicke in technische, naturwissenschaftliche und handwerkliche Berufe erhalten. Jungen konnten währenddessen soziale, pflegerische und erzieherische Tätigkeiten kennenlernen. Auf diese Weise lernen Mädchen und Jungen Bereiche kennen, in denen sie jeweils bislang unterrepräsentiert sind.

Berufsorientierung findet zudem zunehmend im Spannungsfeld von Digitalisierung und KI statt. Viele der vorgestellten Berufsfelder verändern sich rasant: Ob in der IT, im Handwerk, der Verwaltung, im Gesundheitswesen oder in sozialen Dienstleistungen - digitale Kompetenzen sind inzwischen in fast allen Branchen gefragt. Die Aktionstage setzen genau hier an, indem sie nicht nur theoretische Informationen vermitteln, sondern vor allem praxisnahe Erfahrungen ermöglichen und so Zukunft greifbar machen.

Unternehmen und Nachwuchsfachkräfte zusammenbringen

Seit dem Start der Initiative haben bereits über 2,6 Millionen Mädchen und rund 500.000 Jungen teilgenommen. Damit zählen der Girls'Day und der Boys'Day zu den größten Berufsorientierungsprojekten in Deutschland. Gleichzeitig profitieren auch Unternehmen und Institutionen deutlich von ihrem Engagement: 81 Prozent steigern ihre Bekanntheit bei jungen Menschen, 57 Prozent gewinnen potenzielle Praktikantinnen und Praktikanten und 48 Prozent finden sogar mögliche Auszubildende. Vor dem Hintergrund des wachsenden Fachkräftemangels gewinnen die Aktionstage damit weiter an Bedeutung, um Talente frühzeitig anzusprechen.

Berufsklischees aufbrechen

Zugleich zeigen die Zahlen, wie stark sich viele Jugendliche bei der Berufswahl noch immer einschränken: In Deutschland gibt es rund 330 duale Ausbildungsberufe, doch mehr als die Hälfte der Mädchen konzentriert sich auf lediglich zehn Berufe - ohne eine einzige gewerblich-technische Option. Jungen wählen überwiegend aus nur rund 20 Ausbildungsberufen. Genau hier setzen die Aktionstage Girls'Day und Boys'Day an: indem sie neue Wege aufzeigen, Horizonte erweitern und helfen, festgefahrene Rollenbilder aufzubrechen.

Erste Veränderungen sind bereits sichtbar: Der Anteil von Frauen in mathematisch-naturwissenschaftlichen Studiengängen ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen und lag 2024 bei 35,6 Prozent. Gleichzeitig wächst auch das Interesse von Jungen an sozialen und erzieherischen Berufen. Die Aktionstage leisten damit einen wichtigen Beitrag zu mehr Vielfalt in unterschiedlichen Branchen.

Klischeefrei die eigenen Stärken entdecken

Insgesamt zeigt sich die langfristige Wirkung der Initiative deutlich: Girls'Day und Boys'Day ermöglichen frühzeitig echte Einblicke in die Arbeitswelt, helfen Jugendlichen, eigene Stärken zu entdecken, und unterstützen sie dabei, selbstbewusste Entscheidungen für ihren beruflichen Weg zu treffen. Oder anders gesagt: Ein Tag kann reichen, um eine Richtung zu ändern - ganz im Sinne des Mottos "Dein Tag, dein Weg!".

Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt

Expertenkommission legt Bestandsaufnahme vor

Karin Prien
Die Expertenkommission "Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt" erarbeitet Handlungsempfehlungen für eine sichere digitale Teilhabe junger Menschen © Amrei Schulz/BMBFSFJ/photothek.de

Die unabhängige Expertenkommission "Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt" hat am 20. April ihre umfassende Bestandsaufnahme veröffentlicht. Sie bildet die evidenzbasierte Grundlage für konkrete Handlungsempfehlungen, die derzeit erarbeitet und Ende Juni 2026 vorgelegt werden sollen.

In der Bestandsaufnahme werden zentrale Aspekte des Kinder- und Jugendschutzes in der digitalen Welt untersucht. Im Fokus stehen die digitalen Lebenswelten und Gefährdungslagen von Kindern und Jugendlichen, Teilhabemöglichkeiten neuer Technologien, bestehende Strukturen der Medienbildung und Prävention sowie der rechtliche Rahmen mit seiner praktischen Durchsetzung.

Bundesbildungs- und Familienministerin Karin Prien: "Die Bestandsaufnahme ist eine der zugleich breitesten, systematischsten, tiefsten und vor allem interdisziplinärsten Grundlagen für den Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt. Sie erfasst das Thema ganzheitlich, macht zentrale Risiken wie Cybermobbing, problematische Nutzungsmuster, algorithmisch verstärkte Dynamiken und unzureichende Schutzmechanismen ebenso sichtbar wie bestehende Strukturen, rechtliche Rahmenbedingungen und konkrete Handlungsfelder. Gleichzeitig bedeutet das Smartphone insbesondere für Jugendliche auch Zugang - zu Freundschaften, Wissen und Teilhabe. Die Bestandsaufnahme benennt dabei klar Defizite, etwa in der flächendeckenden und systematischen Medienbildung und in der Unterstützung von Eltern. Sie schafft damit eine belastbare evidenzbasierte Grundlage für die Handlungsempfehlungen. Gerade daraus wird deutlich, dass der Schutz von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt nicht durch Einzelmaßnahmen zu erreichen ist. Nötig ist  eine vorausschauende und kontinuierlich weiterzuentwickelnde Gesamtstrategie - ein Dreiklang aus Schutz, Befähigung und Teilhabe, der Regulierung, Bildung und Prävention gleichermaßen umfasst. Es wird darum gehen müssen, bestehende rechtliche Instrumente konsequent durchzusetzen und diese durch einen breiten Instrumentenkasten auf verschiedenen Ebenen zu ergänzen. Nur so kann den dynamischen technologischen Entwicklungen und den komplexen Herausforderungen nachhaltig begegnet und zugleich die sichere, kompetente Teilhabe junger Menschen in der digitalen Welt gewährleistet werden. Ich erwarte nun mit Spannung die konkreten Handlungsempfehlungen."

Co-Vorsitzender Prof. Dr. Olaf Köller : "Die Forschungslage ist relativ klar: Nicht die Bildschirmzeit allein ist entscheidend, sondern welche Inhalte Kinder und Jugendliche sehen, wie Plattformen gestaltet sind und wie gut Kinder und Jugendliche begleitet werden. Genau deshalb darf Medienbildung nicht dem Zufall überlassen werden. Sie muss verbindlich, altersgerecht und für alle Kinder und Jugendlichen zugänglich sein - und auch die Erwachsenen adressieren, die sie begleiten."

Co-Vorsitzende Nadine Schön: "Unsere Bestandsaufnahme macht deutlich: Wirksamer Kinder- und Jugendschutz entsteht nur, wenn Regulierung, Bildung und technische Vorsorge zusammenwirken. Digitale Räume sind für Kinder und Jugendliche längst Lebensräume. Wir müssen sie so gestalten, dass Schutz und Teilhabe zusammengehen. Auf dieser Grundlage werden wir konkrete Empfehlungen erarbeiten."

Zentrale Erkenntnisse der Bestandsaufnahme

Die im September 2025 eingesetzte Expertenkommission arbeitet unabhängig und evidenzbasiert. Die Bestandsaufnahme markiert den ersten zentralen Meilenstein ihrer Arbeit und bildet die Grundlage für eine umfassende, zukunftsorientierte Strategie zum Schutz und zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt.

Geschützte digitale Teilhabe von Kindern und Jugendlichen ermöglichen

Digitale Medien sind fester Bestandteil des Alltags junger Menschen. Smartphones bilden den zentralen Zugang zu Kommunikation, Information, Unterhaltung und zunehmend auch zu Anwendungen Künstlicher Intelligenz (KI).

Die Bestandsaufnahme zeigt, dass Risiken vielfältig und häufig miteinander verschränkt sind. Dazu zählen insbesondere:

  • Interaktionsrisiken wie Cybermobbing, Hate Speech oder Kostenfallen
  • sexualisierte Gewalt im digitalen Raum, etwa durch Cybergrooming oder KI-generierte Inhalte
  • manipulative Plattformmechaniken ("Dark Patterns"), die gezielt zu ausfernder Nutzung und Datenpreisgabe verleiten
  • neue Risiken durch KI-Systeme, etwa durch Deepfakes (KI-generierte Fälschungen), Desinformation oder vorgetäuschte soziale Interaktion

Gleichzeitig bieten digitale Räume und neue Technologien erhebliche Chancen - etwa für gesellschaftliche Teilhabe, Identitätsentwicklung und individualisiertes Lernen. Ziel ist eine geschützte Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt.

Medienkompetenz flächendeckend systematisch stärken

Medienbildung findet in Deutschland in unterschiedlichen Kontexten statt: in Familien, Kitas, Schulen und außerschulischen Angeboten. Diese Vielfalt ist grundsätzlich eine Stärke.

Gleichzeitig zeigt die Bestandsaufnahme deutliche strukturelle Mängel:

  • Angebote sind nicht flächendeckend und häufig nicht verbindlich
  • die Qualität unterscheidet sich stark je nach Bundesland, Einrichtung und einzelnen Fachkräften
  • Unterstützungssysteme für Eltern und Fachkräfte sind unvollständig
  • insbesondere die frühe Kindheit wird bislang zu wenig systematisch berücksichtigt

Die Kommission unterstreicht, dass Medienkompetenz eine Schlüsselrolle spielt und systematisch gestärkt werden muss.

Umsetzungsmängel im rechtlichen Rahmen ergänzen

Der Kinder- und Jugendschutz im digitalen Raum ist durch zahlreiche Regelwerke auf europäischer und nationaler Ebene geprägt, insbesondere durch den Digital Services Act (DSA) sowie ergänzende nationale Gesetze wie das Jugendschutzgesetz und den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag.

Als zentrale Herausforderung benennt die Bestandsaufnahme auch Mängel in der Umsetzung. Besonders kritisch bewertet werden:

  • unzureichende Altersabsicherung
  • begrenzte Effektivität bestehender Kontroll- und Durchsetzungsmechanismen

Ungleichheiten und neue Dynamiken im Blick behalten

Die Bestandsaufnahme zeigt zudem, dass Risiken nicht alle Kinder gleichermaßen betreffen. Faktoren wie Alter, soziale Lage oder psychische Belastungen beeinflussen die Verwundbarkeit erheblich.

Hinzu kommen dynamische Entwicklungen durch neue Technologien, insbesondere im Bereich von KI, deren Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche bislang noch unzureichend erforscht sind.

Handlungsempfehlungen erarbeiten

Die Kommission hat bewusst darauf verzichtet, in der Bestandsaufnahme bereits konkrete Empfehlungen vorzulegen. Ziel ist es, zunächst eine gemeinsame, wissenschaftlich fundierte Grundlage zu schaffen.

Auf dieser Basis erarbeitet die Kommission derzeit konkrete Handlungsempfehlungen, die Ende Juni 2026 vorgestellt werden. Die Kommission legt Mitte September ihren Abschlussbericht vor.

Kinder- und Jugendschutz

Zweite Evaluation zur Cannabis-Teillegalisierung veröffentlicht

Neuer InhaltCannabis-Teillegalisierungsgesetz
Das Forschungsprojekt EKOCAN hat das Gesetzes zur Cannabis-Teillegalisierung evaluiert © iStock / rcfotostock

 

Das Forschungsprojekt EKOCAN hat am 1. April den zweiten Zwischenbericht zur Evaluation des Konsumcannabisgesetzes vorgelegt. Die Schwerpunkte der zweiten Evaluation waren unter anderem die Auswirkungen der Teillegalisierung auf die organisierte Kriminalität, den Gesundheitsschutz, den Kinder- und Jugendschutz sowie die Entwicklungen zum Medizinalcannabis. Die Ergebnisse unterstreichen laut Bundesgesundheitsministerium, das Bundesinnenministerium, Bundesfamilienministerium und Bundesdrogenbeauftragten dringenden Handlungsbedarf. 

Bundefamilienministerin Karin Prien: "Der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Suchtgefahren ist dieser Bundesregierung ein besonders wichtiges Anliegen. Die Evaluation des Konsumcannabisgesetzes zeigt: Die Ampelregierung hat der Suchtprävention von Kindern und Jugendlichen einen Bärendienst erwiesen. Die Zahl der Teilnehmenden an Frühinterventionsprogrammen ist stark rückläufig, weil Polizei und Staatsanwaltschaften weniger Handhabe haben, Jugendliche dazu zu verpflichten. Zugleich funktioniert die freiwillige Teilnahme nicht, und auch der Aufbau neuer Kooperationen mit Jugendämtern und Schulen verläuft schleppend. Dabei ist gerade Frühintervention so wichtig, nicht zuletzt im Hinblick auf Cannabis als 'Einstiegsdroge'. Hier müssen wir dringend nachsteuern."

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken: "Die Teillegalisierung von Cannabis zu Genusszwecken war ein Fehler! Die Frühinterventionen, die Kinder und Jugendliche vom Konsum abhalten sollen, gehen stark zurück. Wer davor die Augen verschließt, riskiert die Gesundheit unserer Jüngsten! Zudem ist die verschwommene Grenze zwischen Konsumcannabis und Cannabis zu rein medizinischen Zwecken ein zunehmendes Problem. Im Internet herrscht ein Wildwuchs an kaum regulierten Angeboten zum Kauf von Cannabis mit extrem hohem Gehalt an Tetrahydrocannabinol (THC), die gezielt junge Menschen ansprechen. Dabei wird systematisch gegen geltende Werbeverbote verstoßen."

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt: "Das Cannabisgesetz ist ein vollkommener Rohrkrepierer. Jugendgefährdend und kriminalitätsfördernd. Die Bedenken der Sicherheitsbehörden wurden im Gesetz nicht berücksichtigt. Das Ergebnis: Der Schwarzmarkt boomt, die Kriminalität steigt. Statt Jugendschutz bietet dieses Gesetz ausschließlich Gefährdung."

Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen Prof. Dr. Hendrik Streeck: "Beim Medizinalcannabis sehen wir erheblichen Missbrauch zu Konsumzwecken. Über dubiose Onlineplattformen und unzulässige Werbung ist ein großer Markt entstanden, der sich nicht an Kranke richtet, sondern an Freizeitkonsumierende. Das hat mit Medizin nichts mehr zu tun. Das weiterlaufen zu lassen, wäre fahrlässig. Auch bei der Hilfe für Jugendliche zeigt sich ein beunruhigender Trend. Wer wegen Cannabis auffällt, bekommt heute seltener frühzeitig Beratung und Unterstützung als vor Inkrafttreten des Gesetzes. Der Bericht zeigt auch warum. Die Weiterleitung durch Polizei, Justiz und Jugendgerichtshilfe ist entfallen. Hier müssen wir nachsteuern. Denn wer nicht früh eingreift, lässt junge Menschen und ihr Umfeld mit dem Problem allein."

 

Deutsch-Britischer Jugendgipfel

Mareike Wulf würdigt Engagement Jugendlicher für die Demokratie

Mareike Lotte Wulf auf einem Podest bei Jugendgipfel in Berlin
Mareike Lotte Wulf würdigt beim Deutsch-Britischen Jugendgipfel in Berlin den Einsatz der Jugendlichen für eine resiliente Demokratie auf internationaler Ebene © Sandra Prengel

Die Parlamentarische Staatsekretärin im Bundesjugendministerium, Mareike Wulf, hat am 22. März am Deutsch-Britischen Jugendgipfel teilgenommen. Die Veranstaltung fand vom 19. bis zum 22. März 2026 unter dem Motto "Resiliente Demokratien - Jugend gestaltet Zukunft" in Berlin statt. In ihrem Beitrag betonte Mareike Wulf die Bedeutung von Demokratiebildung inner- und außerhalb der Schule. Auch hob sie die die Rolle von Medienkompetenz und internationaler Zusammenarbeit hervor. 

Mareike Wulf: "Demokratie lebt vom Miteinander und von gegenseitiger Verständigung - auch über Ländergrenzen hinweg. Der Deutsch-Britische Jugendgipfel ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie internationale Jugendarbeit persönliche Freundschaften und Vertrauen fördert. Gleichzeitig bestärkt er junge Menschen darin, sich langfristig für resiliente Gesellschaften einzusetzen."

In verschiedenen Workshops setzten sich die 18- bis 25-jährigen Teilnehmenden aus Deutschland und dem Vereinigten Königreich praxisorientiert mit ihrer Rolle für eine widerstandsfähige Demokratie auseinander. Die Ergebnisse wurden in einem Vision Board zusammengefasst und von den Jugendlichen zum Abschluss präsentiert.

Deutsch-Britischen Freundschaftsvertrag stärken

Der Deutsch-Britische Jugendgipfel ist ein Leuchtturmprojekt des im Juli 2025 unterzeichneten deutsch-britischen Freundschaftsvertrags, genannt Kensington-Vertrag. Er hat zum Ziel, die deutsch-britischen Beziehungen nach dem Brexit auf eine neue Grundlage zu stellen. Dabei gilt er als wegweisendes Abkommen für die sicherheitspolitische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenarbeit beider Länder.

Die Veranstaltung ist ein Kooperationsprojekt des Bundesjugendministeriums mit dem britischen Department for Education und dem britischen Department for Digital, Culture, Media and Sport, durchgeführt von IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e. V. und dem British Council.

Deutscher Jugendliteraturpreis 2026

Nominierungen für 2026 bekanntgegeben

Gruppenbild auf der Bühne bei der Bekanntgabe des Deutschen Jugendliteraturpreises 2026
Staatssekretärin Dr. Petra Bahr bei der Bekanntgabe der nominierten Bücher zum Deutschen Jugendliteraturpreis 2026 © PUNCTUM / Alexander Schmidt

Am 19. März 2026 sind auf der Leipziger Buchmesse die Nominierungen für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2026 verkündet worden. Anlässlich des 70-jährigen Preisjubiläums eröffnete die Staatssekretärin im Bundesjugendministerium, Dr. Petra Bahr, die Veranstaltung und betonte die Innovationskraft und Unabhängigkeit des Preises. Für die Auszeichnung 2026 gehen 33 Kinder- und Jugendbücher ins Rennen.

Würdigung in mehreren Kategorien

Die Vorsitzende der Jury, Prof. Dr. Iris Kruse, präsentierte die 24 Nominierungen in den Sparten Bilderbuch, Kinderbuch, Jugendbuch und Sachbuch. Für die Nominierungen der Jugendjury stellten die sechs beteiligten Leseclubs ihre Favoriten in kurzen szenischen Darbietungen live auf der Bühne vor. Die Jury für die Sonderpreise stellte 2026 drei deutsche Autorinnen und Autoren als Nominierte für den Sonderpreis "Neue Talente" vor. 

Die Preisverleihung zum Deutschen Jugendliteraturpreis findet am 9. Oktober 2026 auf der Frankfurter Buchmesse statt und wird von Bundesjugendministerin Karin Prien vorgenommen.

Der Deutsche Jugendliteraturpreis

Der Deutsche Jugendliteraturpreis feiert 2026 Jahr seinen 70. Geburtstag. Er wird seit 1956 vom Bundesjugendministerium gestiftet und vom Arbeitskreis für Jugendliteratur ausgerichtet. Die Auszeichnung bietet Orientierung auf dem deutschsprachigen Kinder- und Jugendbuchmarkt und ist mit insgesamt 72.000 Euro dotiert. Ziel ist es, die Entwicklung der Kinder- und Jugendliteratur fördern und Kinder und Jugendliche mit einem breiten Literaturangebot in ihrer Persönlichkeit zu stärken.

Podcast "Berufliche Orientierung begleiten"

Berufliche Orientierung für psychisch belastete Jugendliche bieten

Podcast "Berufliche Orientierung begleiten"
Im Podcast "Berufliche Orientierung begleiten" der Initiative Bildungsketten spricht Moderator Felix Seibert-Daiker mit Expertinnen und Experten wie Kristina Wopat (mitte) und Christian Gardt (links) über Möglichkeiten, Jugendliche zur aktiven Gestaltung ihrer beruflichen Zukunft zu motivieren © BMBFSFJ / Fotografin: Shirin Valentine

Kampf, Flucht oder Einfrieren - unter psychischer Belastung übernimmt das Stammhirn das Kommando. In diesem Überlebensmodus ist das menschliche Gehirn nicht in der Lage, konzentriert zu lernen, neugierig zu sein und über die eigenen Stärken und Interessen nachzudenken. 

In den neuen Folgen des Podcasts "Berufliche Orientierung begleiten" (ab 17. März) von der Initiative Bildungsketten erfahren interessierte pädagogische Fachkräfte, wie sie belastete Jungen und Mädchen in die Lage versetzen, aus ihrem Überlebensmodus herauszutreten und aktiv ihre persönlichen berufliche Zukunft zu gestalten. Für dieses Thema spricht Podcast-Moderator Felix Seibert-Daiker mit Expertinnen und Experten wie Dr. Kristina Wopat und Christian Gardt. Ihr Projekt "BeSOS" gibt Pädagoginnen und Pädagogen wertvolle Tools an die Hand, um Jugendlichen ihre Orientierungsfähigkeit auch in schwierigen Situationen zurückzugeben.

Weitere spannende Podcastthemen für Pädagoginnen und Pädagogen

Die Folgen werden im zweiwöchigen Rhythmus veröffentlicht: jeweils am 17. März, am 31. März und am 14. April. 

Weitere Themen, die im Podcast behandelt werden, sind:

  • Berufliche Orientierung und Künstliche Intelligenz (Folgen sind bereits online abrufbar)
  • Geschlechtersensible Berufsorientierung
  • Elterneinbindung in der Beruflichen Orientierung

 

Der Podcast der Initiative Bildungsketten wird vom Bundesbildungs- und -familienministerium gefördert. Die neuen Folgen sind abrufbar auf Spotify und auf der Website www.berufsorientierungsprogramm.de

Berufliche Bildung

Karin Prien startet Qualifizierungsoffensive des Bundesbildungsministeriums

Karin Prien an einem Rednerpult vor Menschen
Bundesbildungsministerin Karin Prien plant, die Rahmenbedingungen für Aus-, Fort- und Weiterbildung mit einem breiten Maßnahmenpaket zu verbessern © Thomas Trutschel/BMBFSFJ/photothek.de

Bundesbildungsministerin Prien hat am 26. Februar am 21. Arbeitsmarktfrühstück der Regionaldirektion Nord in Schwerin als Gastrednerin teilgenommen. Dort kündigte sie an, eine Leadinitiative zur Stärkung der beruflichen Bildung entlang der gesamten Bildungskette vorzulegen. Die neue "Qualifizierungsoffensive Berufliche Bildung (QBB)" soll mit einem breiten Paket an Maßnahmen verbesserte Rahmenbedingungen für Aus-, Fort- und Weiterbildung schaffen und damit Fach- und Führungskräfte, Betriebe und Ausbildungspersonal ansprechen. Mit der Offensive setzt das Bundesbildungsministerium einen zentralen Auftrag aus dem Koalitionsvertrag um.

Karin Prien: "Die moderne Arbeitswelt ist geprägt von Innovationen und neuen Technologien - das erfordert neue Qualifikationen und die Bereitschaft, sich ständig weiterzubilden. Wenn wir Bildung und Beruf von Anfang an konsequent zusammendenken, gelingt uns das. Mit der Qualifizierungsoffensive Berufliche Bildung stärken wir unter anderem die Berufsorientierung, damit junge Menschen so früh wie möglich ihren eigenen Weg sicher einschlagen können. Wir schaffen neue, attraktive Perspektiven für Aufstieg und Qualifizierung und ermöglichen Menschen ohne berufliche Ausbildung einen Anschluss an Fort- und Weiterbildung. Denn bessere Bildung ein Leben lang stärkt die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Eine gute Qualifikation ist der beste Schutz vor Krisen und Strukturwandel - und sie erfüllt das Aufstiegsversprechen in unserem Land."

Maßnahmen der Qualifizierungsoffensive sind unter anderem:

  • Weiterentwicklung der Berufsorientierung, um den Übergang von Schulabschluss in Ausbildung bestmöglich zu gestalten und junge Menschen ohne formale Qualifikation besser zu unterstützen.
  • Weiterentwicklung der sogenannten berufsabschlussorientierten Teilqualifikationen (TQ), um bereits berufstätigen Menschen ohne abgeschlossene Ausbildung die Chance für einen Anschluss an das System der beruflichen Bildung zu eröffnen.
  • Einbettung attraktiver Laufbahnkonzepte bzw. klarer Karrierewege in die Ordnungen der Beruflichen Aus- und Fortbildung.
  • Unterstützung von Betrieben bei der Kultur von Weiterbildung, etwa durch die Förderung von Weiterbildungsmentoren für die Beschäftigten oder mit bedarfsgerechter Aufstiegs-Vergütung nach Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG).
  • Unterstützung ausländischer Fachkräfte für eine unkomplizierte Anerkennung von Berufsabschlüssen.
Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt

Dr. Petra Bahr trifft Anbieter von Online-Plattformen

Dr. Petra Bahr
Kinder- und Jugendmedienschutz stärken: Dr. Petra Bahr zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern von Online-Plattformen © Felix Zahn/BMBFSFJ/photothek.de

 

Am 23. Februar 2026 hat sich Dr. Petra Bahr, Staatssekretärin im Bundesjugendministerium, mit Anbietern von Online-Plattformen und weiteren Vertreterinnen und Vertretern der digitalen Wirtschaft getroffen. Zentrales Thema war ein besserer Jugendmedienschutz und eine mögliche Altersüberprüfung von Kindern und Jugendlichen. Gerade die wirksame Altersüberprüfung ist ein zentrales Mittel, um insbesondere Minderjährige besser zu schützen.

Jugendmedienschutz konsequent umsetzen

Bundesbildungs- und Familienministerin Karin Prien sieht in der digitalen Welt große Chancen, aber auch erheblichen Risiken für Kinder und Jugendliche. Diese können sich auf die mentale Gesundheit, das Wohlbefinden und die schulischen Leistungen junger Menschen auswirken. Die Expertenkommission "Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt" will im Sommer erste Ergebnisse und Empfehlungen vorlegen. Karin Prien ist wichtig, dass alle Akteure für mehr Schutz, Befähigung und Teilhabe an einem Strang ziehen. Deshalb ist das Bundesjugendministerium auf allen Ebenen im engen Austausch.

Expertenkommission "Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt"

Als Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag hat die Bundesregierung die Expertenkommission "Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt" eingesetzt. Sie wird auf der Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen konkrete Handlungsempfehlungen für einen wirksamen Kinder- und Jugendmedienschutz erarbeiten. Dazu gehört auch die Frage nach einem Mindestalter für Soziale Medien. Ergebnisse werden im Sommer 2026 erwartet.

KiTa-Qualitäts- und -Teilhabeverbesserungsgesetz

Fünfter Monitoringbericht veröffentlicht

Eine Erzieherin macht einem Kind einen Zopf.
Ziel des Kita-Qualitäts- und -Teilhabeverbesserungsgesetz ist es, die Qualität der frühkindlichen Bildung und Betreuung sowie die Teilhabe in der Kindertagesbetreuung bundesweit zu verbessern © BMBFSFJ

 

Das Bundesbildungsministerium hat am 17. Februar den fünften Monitoringbericht zum KiTa-Qualitäts- und -Teilhabeverbesserungsgesetz (KiQuTG) für das Jahr 2025 veröffentlicht. Der aktuelle Bericht zeigt deutlich: In den letzten Jahren wurde bereits einiges erreicht bei der Weiterentwicklung der Qualität und Teilhabe in der Kindertagesbetreuung - es bleibt aber weiterhin viel zu tun, um bundesweit gleiche Bedingungen für alle Kinder zu schaffen.

 Rahmenbedingungen verbessern

Ein guter Betreuungsschlüssel, mehr Zeit für die Kita-Leitung oder Betreuungszeiten, die sich am Bedarf der Familien orientieren: Die Qualitätsmerkmale in der frühkindlichen Erziehung, Bildung und Betreuung sind vielfältig. In Deutschland gibt es bereits ein breites und gutes Betreuungsangebot. Gleichzeitig steht das System weiterhin vor großen Herausforderungen - zum Beispiel durch fehlende Fachkräfte, sinkende Kinderzahlen und regional teils sehr unterschiedliche Rahmenbedingungen. Es bleibt daher eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, das System resilienter zu machen und die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern.

Qualität und Teilhabe in der Kinderbetreuung weiterentwickeln

Der Bund unterstützt die Länder seit 2019 mit dem KiQuTG dabei, Qualität und Teilhabe in der Kinderbetreuung weiterzuentwickeln. Ein gesetzlich verankertes Monitoring begleitet das Gesetz. Es beleuchtet den aktuellen Stand und die erreichten Fortschritte bei der Umsetzung des Gesetzes. 

Der Monitoringbericht zum KiQuTG 2025 fasst den Stand und die Entwicklungen bei der Qualität und der Teilhabe in der Kindertagesbetreuung im Berichtsjahr 2024 zusammen. Er bezieht sich dabei auf das KiQuTG in seiner alten Fassung vom 1. Januar 2023. Die Länder nutzten die KiQuTG-Mittel weitestgehend zur Weiterentwicklung der Qualität.

  • Im Jahr 2024 flossen rund 83 Prozent der Bundesmittel in Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung, beispielsweise zur Stärkung der Fachberatung, für mehr Leitungsressourcen oder in die Verbesserung der Praxisanleitung.
  • Rund 17 Prozent der Bundesmittel wurden in Maßnahmen zur Entlastung der Eltern bei den Beiträgen investiert. 

Berichtsjahr 2024

  • 83 Prozent

    der Bundesmittel flossen in Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung

  • 17 Prozent

    der Bundesmittel wurden in Maßnahmen zur Entlastung der Eltern bei den Beiträgen investiert

Die Ergebnisse auf Basis der Daten der amtlichen Statistik und der Befragungen des Deutschen Jugendinstituts zeigen:

  • In einigen Bereichen gab es von 2023 zu 2024 sowie seit Inkrafttreten des KiQuTG 2019 bundesweit Verbesserungen - zum Beispiel beim Personal-Kind-Schlüssel, bei der Gewinnung von Fachkräften und bei Zeitkontingenten für Leitungen.
  • Auch nach sechs Jahren Umsetzung bestehen jedoch deutliche Unterschiede in zentralen Qualitätsbereichen zwischen den Ländern fort. So lagen beispielsweise die Personal-Kind-Schlüssel zwischen den Ländern weiterhin deutlich auseinander. Die Spanne in Gruppen für unter dreijährige Kinder reichte von 2,9 bis 5,5 Kindern pro Fachkraft.
  • Große Unterschiede gab es zudem bei den vertraglich festgelegten Leitungsaufgaben. Der Anteil an Kitas, die keine Personen vertraglich für Leitungsaufgaben angestellt haben, reichte 2024 auf Länderebene von 1,5 Prozent in bis 22 Prozent. 

Bundesweit einheitliche Standards erreichen und sichern

Um bundesweit gleichwertige Lebensbedingungen im Bereich der frühkindlichen Bildung zu erreichen, sind weitere Anstrengungen notwendig. Daher möchte der Bund sein Engagement auch über 2026 hinaus fortsetzen. Der Koalitionsvertrag für die 21. Legislaturperiode sieht vor, das KiQuTG durch ein Qualitätsentwicklungsgesetz (QEG) abzulösen. Darin soll eine verpflichtende Sprach- und Entwicklungsstandserhebung bei Vierjährigen sowie anschließende Fördermaßnahmen bei ermittelten Förderbedarf der Kinder geregelt werden. Zudem soll eine zusätzliche Förderung der "Sprach-Kitas" und "Startchancen-Kitas" in das Qualitätsentwicklungsgesetz integriert werden. Damit trägt der Bund dazu bei, die Kinder in der Entwicklung ihrer Kompetenzen weiter zu stärken.

KiTa-Qualitäts- und -Teilhabeverbesserungsgesetz

Ziel des KiQuTG ist es, die Qualität der frühkindlichen Erziehung, Bildung und Betreuung bundesweit weiterzuentwickeln und die Teilhabe in der Kindertagesbetreuung zu verbessern. Es dient dem Zweck, bundesweit gleichwertige Lebensverhältnisse für das Aufwachsen von Kindern und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erreichen. Entsprechend den jeweiligen Bedarfen der Länder werden bundesweit gleichwertige qualitative Standards angestrebt. Das KiQuTG enthielt bis 2024 einen Instrumentenkasten aus zehn qualitativen Handlungsfeldern sowie Maßnahmen zur Entlastung der Eltern bei den Kosten, aus dem die Länder nach ihren spezifischen Bedarfen auswählen konnten. Mit dem Dritten Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung wurde das KiQuTG mit Wirkung zum 1. Januar 2025 inhaltlich weiterentwickelt. Das Gesetz fokussiert fortan auf sieben Handlungsfelder, die für die Qualität der Kindertagesbetreuung besonders bedeutend sind und in denen langfristig bundesweite Standards erreicht werden sollen. Dabei sind seit 2025 mindestens jeweils eine Maßnahme in zwei Handlungsfeldern für jedes Land verpflichtend: die Gewinnung und Sicherung von qualifizierten Fachkräften und die Förderung der sprachlichen Bildung - denn Sprache ist der Grundstein für Bildung und Teilhabe. Zur Umsetzung des KiQuTG stellt der Bund den Ländern 2025 und 2026 rund vier Milliarden Euro zur Verfügung.

Kinder- und Jugendgesundheit

Kleiner Philosoph Knietzsche zeigt Kindern Tricks gegen Stress

Am 2. Februar hat das Bundesfamilienministerium zusammen mit dem Knietzsche Herzensbildung e. V. den neuen Animationsfilm "Knietzsche und die Tricks gegen Stress" veröffentlicht. Der Film mit dem kleinen Philosophen Knietzsche soll Kinder auf niedrigschwellige Weise das Thema Stress und Stressprävention näherbringen. Knietzsche ist selbst ein Kind und beobachtet sich und seine Umgebung ganz genau. Mit Klugheit, Verständnis und auf liebevolle Weise findet er heraus, was es heißt, im täglichen Leben gestresst zu sein und wie man damit so umgehen kann, dass man am Ende stärker wird.

Bundesfamilienministerin Karin Prien: "Schon früh im Leben zu lernen, mit Stress und Stressbewältigung umzugehen, kann psychischen Erkrankungen später im Leben vorbeugen. Mit dem neuen 'Knietzsche'-Paket können sich schon jüngere Kinder das Thema erschließen - sei es in der Schule, bei der Teilnahme an Freizeitangeboten oder in der Familie. Es ist mir ein wichtiges Anliegen, dass Kinder in unserem Land gut und gesund aufwachsen. Resilienz gegenüber belastenden Faktoren wie Stress ist ein wichtiger Baustein dafür."

Kinder bereits früh stärken

Da Stress zum Leben dazugehört, ist es besonders wichtig, dass schon Kinder ihn erkennen und lernen, damit umzugehen. Knietzsche vermittelt dafür Strategien, die helfen können. 

Das Bundesfamilienministerium hat neben dem Film auch das gleichnamige Buch sowie Workshop-Material zum Herunterladen gefördert. Das Paket "Knietzsche und die Tricks gegen Stress" ist geeignet, um ins Gespräch und ins Nachdenken zu kommen. Kinder werden mit dem Film und dem Buch sensibilisiert. Das Workshop-Material für Pädagoginnen und Pädagogen sowie weitere Fachkräfte fordert dazu auf, die eigene Welt zu betrachten und persönliche Tricks gegen Stress zu entwickeln. Bei manchen Kindern ist es "Kuscheln mit dem Meerschweinchen", andere malen mit Musik oder entspannen sich bei einfachen Yoga-Übungen. Diese Tricks wurden von Kindern  in die Entwicklung der Materialien eingebracht, die vorab die Gelegenheit hatten, sich mit Knietzsches Ideen auseinanderzusetzen. Knietzsche kann auch Familien dabei unterstützen, gemeinsam die alltäglichen Herausforderungen zu meistern. 

Knietzsche erklärt Kindern die Welt 

Knietzsche ist als kleinster Philosoph der Welt bei der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland (ARD) bekannt geworden. Er widmet sich aus der Perspektive eines Kindes gemeinsam mit der Medienpädagogin Anja von Kampen in Filmen, Büchern und Veranstaltungen wichtigen und großen Themen des Lebens wie Angst, Mobbing, Tod und Trauer, aber auch Freundschaft und Glück. Immer geht es darum, Kinder zu stärken. Hierzu wurde zuletzt der gemeinnützige Verein Knietzsche Herzensbildung e.V. gegründet.

Trauer und Anteilnahme

Zum Tod von Prof. Dr. Rita Süssmuth

Prof. Dr. Rita Süssmuth
Rita Süssmuth im Bundestag, 2021 (bearbeitet) © Stella v. Saldern im Auftrag des Deutschen Bundestages / Lizenz: CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

 

Am 1. Februar ist die ehemalige Bundesministerin für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit und langjährige Präsidentin des Deutsches Bundestages, Prof. Dr. Rita Süssmuth, im Alter von 88 Jahren gestorben. Bundesbildungs- und -familienministerin Karin Prien und Bundesgesundheitsministerin Nina Warken brachten ihre Anteilnahme am Tod der Politikerin zum Ausdruck. 

Karin Prien: "Mit großem Bedauern habe ich vom Tod Rita Süssmuths erfahren. Mein tief empfundenes Beileid gilt ihren Angehörigen. Rita Süssmuth ist als Politikerin für Frauen und Männer ein großes Vorbild. Sie hat sich über Jahrzehnte mit starker Stimme für Familien und Frauen eingesetzt, nicht nur als Familien- und Frauenministerin. Sie hat frauen- und gleichstellungspolitische Themen ganz oben auf die Agenda gesetzt, wo sie auch heute noch hingehören. Bis zuletzt kommentierte sie politisches Zeitgeschehen und ergriff Position in aktuellen Debatten, sie war in bester Weise streitbar und gleichzeitig Brückenbauerin. Ihre Stimme wird fehlen!"

Nina Warken: "Der Tod von Rita Süssmuth erfüllt mich mit Trauer. Meine aufrichtige Anteilnahme gilt in diesen Stunden ihrer Familie. Wir verlieren mit Rita Süssmuth eine überzeugte, mutige und charismatische Vorkämpferin für Gleichberechtigung und sozialen Zusammenhalt. Sie hat für Frauen in der Politik den Weg geebnet. Persönlich verliere ich ein Vorbild und eine wichtige Inspirationsquelle. In verschiedenen Funktionen hat sie ihr Leben in den Dienst unseres Landes und unserer Demokratie gestellt. Dabei stand sie ein für gegenseitigen Respekt und Verständigung im politischen Diskurs. Im Umgang mit dem damals neuen Thema HIV/AIDS setzte sie als zuständige Bundesministerin auf Aufklärung statt Stigmatisierung und damit auf Menschlichkeit sowie wissenschaftliche Evidenz. Ihre Verdienste werden unvergessen bleiben."

Frauen unterstützen: Rita Süssmuth als Bundesfrauenministerin

Von 1985 bis 1988 war Rita Süssmuth von der Christlichen Demokratischen Union (CDU) als politische Seiteneinsteigerin an der Spitze des Bundesministeriums für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit. Die Frauenpolitik kam unter ihrer Leitung als thematisches Feld neu hinzu - als ein Schwerpunkt des Hauses und besonderes Anliegen ihrer Politik. Vor ihrer Amtszeit gehörte sie bereits von 1971 bis 1985 dem Wissenschaftlichen Beirat für Familienfragen beim Bundesfamilienministerium an.

Selbst Hochschullehrerin und Mutter, warb sie für die bessere Vereinbarkeit der Familie mit anderen Lebensbereichen für beide Partner und Familienpolitik sollte nicht auf Verheiratete beschränkt werden. Gleichzeitig wollte Rita Süssmuth die Attraktivität der Familie erhöhen. In ihrer Amtszeit wurden erstmals drei Jahre für Kindererziehungszeiten von Müttern und Vätern in der gesetzlichen Rentenversicherung anerkannt, die in der Rentenanwartschaft mit dem Durchschnittsverdienst der Bundesbürger bemessen werden.

Digitalisierung von Schulen

Bund und Länder einigen sich auf Digitalpakt 2.0

Mädchen mit Laptop auf einer Courch
Bund und Länder werden mit dem Digitalpakt 2.0 fünf Milliarden Euro in die Modernisierung und Digitalisierung des Unterrichts investieren © iStock/fizkes

Am 18. Dezember haben sich Bundesbildungsministerin Karin Prien und die Bildungsminister der 16 Länder bei der Bildungsministerkonferenz (Bildungs-MK) in Berlin auf den Digitalpakt 2.0 geeinigt. Das Nachfolgeprogramm des Digitalpakts Schule (2019-2024) investiert bis 2030 insgesamt fünf Milliarden Euro bundesweit in die digitale Modernisierung des Unterrichts - je zur Hälfte finanziert durch Bund und Länder. Der Bund stellt 2,5 Milliarden Euro größtenteils aus dem Sondervermögen "Infrastruktur und Klimaneutralität" bereit, die Länder erbringen einen gleichwertigen Anteil. Was neu ist: Der Verwaltungsaufwand für Länder und kommunale Schulträger ist deutlich reduziert und Bürokratie wurde abgebaut.

Karin Prien: "Der Digitalpakt 2.0 ist ein entscheidender Schritt in die Zukunft unserer Schulen und ein wichtiger Beitrag zur Gleichwertigkeit der Bildungschancen in Deutschland. Durch die Vereinfachung der Verwaltungsprozesse und die Förderung von länderübergreifenden Projekten stellen wir sicher, dass alle Schülerinnen und Schüler von digitaler Bildung profitieren - unabhängig von ihrem Wohnort. Wir schaffen die Grundlage für eine moderne Bildungslandschaft, damit alle Schulen die notwendige Ausstattung erhalten, um in der digitalen Welt zu bestehen. Wir stärken auch die Fortbildung unserer Lehrkräfte, damit die digitale Transformation im Unterricht gelingt. Die deutsche Schulbildung wird digital anschlussfähig - das sind gut investierte fünf Milliarden Euro. Der Bund unterstützt auch hier Länder und Kommunen bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben."

Simone Oldenburg, Präsidentin der Bildungsministerkonferenz und Bildungsministerin Mecklenburg-Vorpommern: "Mit dem Digitalpakt 2.0 sichern wir die Zukunftsfähigkeit unserer Schulen. Bund und Länder haben gemeinsam ein verlässliches und wirksames Förderinstrument geschaffen, das Unterrichtsentwicklung, Infrastruktur und pädagogische Qualität gleichermaßen stärkt. Der heutige Beschluss zeigt: Wir handeln gemeinsam und entschlossen für gute Bildung in einer digitalen Welt."

Christine Streichert-Clivot, saarländische Bildungsministerin: "Unsere Kinder und Jugendlichen unterscheiden nicht mehr zwischen analogen und digitalen Welten. Künstliche Intelligenz tritt in allen Lebensbereichen auf. Mit guter digitaler Bildung begleiten wir junge Menschen und nehmen ihre Lebensrealität ernst. Der Digitalpakt trägt dazu bei, dass über eine gute Verzahnung von technischer Infrastruktur und pädagogischen Inhalten eine verantwortungsbewusste Medienbildung in unseren Schulen stattfinden kann."

Dorothee Feller, nordrhein-westfälische Bildungsministerin: "Gerade in großen und vielfältigen Bildungssystemen zeigt sich, wie wichtig leistungsfähige Infrastrukturen und verlässliche Unterstützungssysteme sind. Ich bin dem Bund und den Ländern sehr dankbar, dass alle in den vergangenen Monaten konstruktiv und zügig zusammengearbeitet und so den Digitalpakt 2.0 erfolgreich zum Abschluss geführt haben. Der Digitalpakt 2.0 gibt uns die Möglichkeit, genau das auszubauen: eine gute digitale schulische Infrastruktur, guten Unterricht und gute Konzepte für digitales Lehren und Lernen. Damit schaffen wir die Grundlagen für eine zeitgemäße Bildung in allen Regionen."

Digitale Infrastruktur an Schulen stärken

Mit der politischen Verständigung in der Bildungs-MK beginnt nun das formale Unterzeichnungsverfahren in Bund und Ländern. Bund und Länder haben sich auf den vorzeitigen Maßnahmenbeginn bereits für den 1. Januar 2025 verständigt.  

Die neuen Vereinbarungen schaffen effizientere Verfahren. Sie bieten Ländern und Schulträgern die Chance, die leistungsfähigen digitalen Infrastrukturen ihrer Schulen gezielt weiterzuentwickeln. Sie ermöglichen, die Investitionen in die Infrastruktur so einzusetzen, dass sie Schulen und Unterricht nachhaltig verbessern. Der Digitalpakt 2.0 verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz: Neben leistungsfähiger technischer Ausstattung gehören verlässliche Wartungs- und Supportstrukturen sowie zeitgemäße digitale Lernumgebungen ausdrücklich dazu. Damit wird der gesamte digitale Lernraum gestärkt.

Weniger Bürokratie, mehr Zusammenarbeit

Ein zentrales Element des Digitalpakts 2.0 ist die Vereinfachung der administrativen Prozesse. Kommunalen Schulträger können künftig pauschalierte Zuweisungen erhalten, was den Bürokratieaufwand erheblich reduziert. Dies sorgt für eine schnellere und unkompliziertere Umsetzung der Maßnahmen. Besonders hervorzuheben ist auch die Förderung länderübergreifender Vorhaben (LüV), die mit dem Digitalpakt 2.0 neu aufgesetzt wurden. Künftig können sich 12 Länder zu einem gemeinsamen Vorhaben zusammenschließen und aus einem zentralen Pool auf Mittel zugreifen. Dies verstärkt die Zusammenarbeit zwischen den Ländern und gewährleistet eine effizientere Nutzung der Mittel.

Ein weiteres Element ist die Bund-Länder-Initiative "Digitales Lehren und Lernen", die die Fortbildung von Lehrkräften in den Mittelpunkt stellt. Der Bund wird bis zu 250 Millionen Euro in praxisorientierte Forschung investieren, um mit fünf Forschungsclustern und einer wissenschaftlich geleiteten Transferstelle klare Schwerpunkte zu setzen. Ziel ist es, gemeinsam mit der Praxis innovative Ansätze für den digitalen Unterricht zu entwickeln und Lehrkräfte gezielt auf die neuen Anforderungen vorzubereiten.

Digitalpakt Schule und Digitalpakt 2.0

Mit dem Digitalpakt Schule haben Bund und Länder seit 2019 die größte gemeinsame Investition in die digitale Bildungsinfrastruktur in der Geschichte der Bundesrepublik umgesetzt. Insgesamt standen 6,5 Milliarden Euro Bundesmittel zur Verfügung, ergänzt durch Landes- und kommunale Eigenanteile. Nahezu alle Schulen in Deutschland - rund 30.000 - wurden erreicht. Der Digitalpakt Schule ermöglichte den flächendeckenden Ausbau von WLAN, die Modernisierung schulischer Netzinfrastrukturen sowie die Anschaffung digitaler Endgeräte und Präsentationstechnik. Ergänzende Programme förderten Leihgeräte für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte sowie den Aufbau professioneller Administration von Informationstechnik (IT) an Schulen. Der Bilanzbericht zeigt, dass 97 Prozent der verfügbaren Mittel gebunden wurden und die Maßnahmen einen deutlichen Modernisierungsschub ausgelöst haben: Unterricht wird zunehmend digital unterstützt, mehr Lehrkräfte verfügen über medienpädagogische Qualifizierung und Schulen konnten ihre technische Ausstattung grundlegend erneuern. Der Digitalpakt 2.0 knüpft an diese Erfolge an und führt das Engagement von Bund und Ländern fort, ein Lehren und Lernen zu ermöglichen, das den Herausforderungen durch die digitale Transformation der Gesellschaft entspricht.

Zahlen zum Ausbildungsmarkt 2025

Karin Prien: Ausbildung jetzt sichert Fachkräfte für den Aufschwung

Junge Frau hält ein Werkzeug in der Hand und lächelt
Im Ausbildungsjahr 2025 wurden 475.950 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen © chabybucko

Am 10. Dezember hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) die aktuellen Daten zum Ausbildungsmarkt 2025 veröffentlicht. Sie zeigen: Die angespannte wirtschaftliche Lage wirkt sich auch auf den Ausbildungsmarkt aus.

Im Ausbildungsjahr 2025 wurden 475.950 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen - ein Rückgang von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders betroffen sind Industrie und Handel, wo ein Minus von 4,6 Prozent verzeichnet wurde.

Die Gründe für den Rückgang sind vielfältig: wirtschaftliche Unsicherheiten erschweren die Planungen vieler Betriebe, einige Unternehmen entscheiden sich in bestimmten Bereichen dagegen auszubilden oder finden keine passenden Bewerberinnen und Bewerber.

Bundesbildungsministerin Karin Prien: "Mit der Allianz für Aus- und Weiterbildung setzen wir uns gemeinsam mit allen relevanten Akteuren für eine starke, frühe Berufsorientierung ein und dafür, dass möglichst viele Menschen einen qualifizierten Berufsabschluss erreichen. So gehen wir die großen Herausforderungen aktiv an - mit einem klaren Blick auf alle Gruppen, die für eine starke berufliche Bildung wichtig sind: junge Menschen, die in eine Ausbildung starten wollen, Personen, die ihre Ausbildung abgebrochen haben, Weiterbildungs- und Fortbildungsinteressierte, berufserfahrene Menschen ohne Abschluss sowie alle, die eine zweite Chance ergreifen möchten. Hier sind alle gefragt: die Sozialpartner, Kammern und die Wirtschaftsverbände im Schulterschluss mit dem Staat."

Nachfrage und Angebot nehmen ab

Die BIBB-Erhebung zeigt weitere Entwicklungen:

  • Die traditionelle Nachfrage ging leicht um 0,3 Prozent auf 515.800 zurück.
  • Die erweiterte Nachfrage stieg um 0,7 Prozent auf 560.300.
  • Das Ausbildungsangebot sank deutlich um 4,6 Prozent auf 530.300 Stellen.


Auch das Verhältnis von Bewerberinnen und Bewerbern zu offenen Stellen verändert sich:

  • Die Zahl der unversorgten Bewerberinnen und Bewerber stieg um 8700 auf 39.900 - ein Plus von 28 Prozent.
  • Gleichzeitig verringerte sich die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen um 15.000 auf 54.400 - ein Rückgang von 21,6 Prozent.


Im Rahmen der Nationalen Weiterbildungsstrategie arbeitet das Bundesbildungsministerium gemeinsam mit dem Bundesarbeitsministerium und 17 Partnern daran, die Weiterbildung in Deutschland zu stärken. Denn in Zeiten von Fachkräftemangel und Künstlicher Intelligenz müssen auch Fachkräfte auf Veränderungen reagieren können und gezielt darauf vorbereitet werden.

BIBB-Erhebung der Zahlen zum Ausbildungsmarkt

Die jährliche Erhebung des Bundesinstituts für Bildung erfasst alle neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Zeitraum vom 1. Oktober des Vorjahres bis zum 30. September des Erhebungsjahres.

Die traditionelle Nachfrage lässt Bewerberinnen und Bewerber unberücksichtigt, die trotz alternativer Optionen aktiv weitersuchen. Die traditionelle Nachfrage errechnet sich als Summe der Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge (Quelle: BIBB-Erhebung zum 30.September) plus allen bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber, die zum Stichtag 30. September noch auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle sind. Traditionell wurde die Nachfrage als Summe der Zahl der bis zum 30. September neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge und der Zahl der gemeldeten unversorgten Bewerberinnen und Bewerber berechnet.

Die erweiterte Nachfrage schließt auch jene ein, die eine alternative Verbleibsmöglichkeit haben, aber weiterhin einen Ausbildungsplatz anstreben. Im Zuge der Berechnung der Nachfrage nach der erweiterten Definition werden alle Bewerberinnen und Bewerber einbezogen, für die zum Stichtag 30. September noch ein Vermittlungsauftrag in Ausbildung läuft. Das sind neben den (gänzlich) unversorgten Bewerberinnen und Bewerbern (ohne Alternative), auch die sogenannten "Bewerberinnen und Bewerber mit Alternative zum 30. September" und weiterem Vermittlungswunsch in Ausbildung.

"Zeit, die prägt"

Bundesweite Kampagne zur Pflegeelternschaft gestartet

Podiumsdiskussion zur Kampagne. Karin Prien spricht ins Mikrofon, während weitere Podiumsgäste und das Publikum im Raum zuhören.
Zum Start der neuen Kampagne "Zeit, die prägt" führt Karin Prien ein Gespräch mit Jugendamtsmitarbeitenden und zwei Pflegefamilien © Dominik Butzmann/photothek.de

Die neue Pflegeeltern-Kampagne des Bundesfamilienministeriums ist Anfang Dezember gestartet. Den kommunikativen Auftakt dazu setzte Bundesfamilienministerin Karin Prien am 8. Dezember. Unter dem Titel "Zeit, die prägt“ macht die Kampagne einerseits die Bedeutung von Pflegefamilien sichtbar und will weitere Menschen für diese Aufgabe gewinnen. Zugleich würdigt sie aber auch das große Engagement der Pflegeeltern in Deutschland. Anlässlich des Auftakts kam Karin Prien in Berlin Pankow mit Jugendamtsmitarbeitenden und mit zwei Pflegefamilien ins Gespräch, die aus ihrem Alltag als Pflegeeltern, über Erfahrungen und Herausforderungen berichteten. Außerdem stand die wichtige Zusammenarbeit der Jugendämter mit den Pflegefamilien in der Praxis im Mittelpunkt des Austausches.

Karin Prien: "Pflegefamilien leisten einen unverzichtbaren Beitrag für den Schutz und die Zukunft von Kindern in schwierigen Lebenssituationen. Sie geben Halt, Zeit, Wärme und ein Zuhause auf Zeit oder für immer. Dafür bin ich ihnen zutiefst dankbar. Ebenso danke ich den Mitarbeitenden der Jugendämter, die diese Familien fachlich begleiten und Tag für Tag Verantwortung tragen. Wir möchten Pflegefamilien sichtbar machen, ihnen danken - und Menschen ermutigen, diesen Weg selbst zu gehen. Denn: Jede Pflegefamilie schenkt einem Kind etwas, das ein Leben lang prägt."

Kindern Sicherheit, Orientierung und Geborgenheit bieten

Viele Kinder und Jugendliche können aus unterschiedlichen Gründen (zeitweise) nicht bei ihren leiblichen Eltern leben. Sie benötigen jedoch ein Umfeld, das ihnen Sicherheit, Orientierung und Geborgenheit bietet. Die Kampagne bietet daher ein großes Informationsangebot zum Thema Pflegeelternschaft. Alle wichtigen Informationen - von Voraussetzungen über zentrale Fragen bis zu Erfahrungsberichten und dem Kontakt zu Anlaufstellen - finden Interessierte gebündelt auf der Website der Kampagne. Ziel ist es, den Weg zur Pflegefamilie übersichtlich und verständlich zu gestalten.

Informationen zur Pflegeelternschaft finden

 

Das Familienportal des Bundes bietet als Webportal mit Hintergrundinformationen einen großen Mehrwert. Mit einer einfachen Beratungsstellensuche können Interessierte schnell und unkompliziert das für sie zuständige Jugendamt finden. Die Jugendämter sind für Interessierte die zentralen Ansprechpartner, um sich zum Thema zu informieren, zu beraten und während einer Pflegeelternschaft zu begleiten. Weitere Akteure wie Beratungsstellen, freie und öffentliche Träger der Jugendhilfe sowie lokale Anlaufstellen bieten zusätzliche Unterstützung.

Pflegeelternschaft sichtbar machen

Dem Bundesfamilienministerium ist bewusst, dass es aktuell deutschlandweit zu wenig Pflegeltern gibt. Auch wenn es immer wieder regionale Bemühungen gibt, finden die Themen Pflegekinder, -eltern und -familien in der aktuellen öffentlichen Debatte zu wenig Sichtbarkeit. Das will die Kampagne mit Maßnahmen zur Sichtbarkeit im öffentlichen Stadtbild und mit digitalen Werbemaßnahmen ändern.

Ganztagsbetreuung

Dritter Bericht zum Ganztagsausbau an Grundschulen beschlossen

Kinder in der Ganztagesbetreuung
Kinderbetreuung in Grundschulen: Ganztagsausbau in Deutschland schreitet voran © gettyimages/skynesh

Am 3. Dezember hat das Bundeskabinett den dritten Bericht der Bundesregierung über den Ausbaustand der ganztägigen Bildungs- und Betreuungsangebote für Grundschulkinder beschlossen. Am 1. August 2026 wird der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter jahrgangsweise in Kraft treten, bis im Schuljahr 2029/2030 Kinder der ersten bis zur vierten Jahrgangsstufe einen Anspruch auf ganztägige Bildung und Betreuung haben.

Bundesfamilienministerin Karin Prien: "Im Ganztag liegt eine große Chance, um Kinder unabhängig vom Hintergrund ihrer Eltern zum Bildungserfolg zu führen. Zeitgemäßer Ganztag ist Lern- und Lebensort für Kinder und ermöglicht bessere Teilhabe. Gleichzeitig erlaubt der Ganztag, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf - vor allem für Mütter - zu verbessern. Wir als Bund setzen uns gemeinsam mit Ländern und Kommunen für verlässliche, kindgerechte Ganztagsbildung und -betreuung ein. Das schafft starke Familien. Deshalb ist der Rechtsanspruch, der im nächsten Jahr zunächst für die erste Klasse in Kraft tritt, ein echter Meilenstein. Erfreulich ist, dass der dritte Bericht zum Ausbaustand erneut einen deutlichen Anstieg des Platzangebots zeigt. Um die verbleibende Lücke zwischen Angebot und Bedarf der Eltern zu schließen, müssen wir - Bund, Länder und Kommunen - gemeinsam den Ausbau weiter vorantreiben und kindgerechte Ganztagsplätze schaffen. Es ist gut, dass die Länder zuversichtlich auf das Platzangebot zum Schuljahr 2026/27 blicken."

Mehrheit der Familien nutzt Ganztagsangebote

Der dritte Bericht der Bundesregierung über den Ausbaustand der ganztägigen Bildungs- und Betreuungsangebote für Grundschulkinder zeigt, dass die Mehrheit der Familien Ganztagsangebote in Anspruch nimmt: Im Schuljahr 2023/2024 besuchten rund 1,9 Millionen beziehungsweise 57 Prozent aller sechseinhalb- bis zehneinhalbjährigen Kinder in der Bevölkerung eine Ganztagsschule oder eine Tageseinrichtung (Hort). Somit ist der Besuch von Ganztagsangeboten erneut um einen Prozentpunkt angestiegen. Bis zum Schuljahr 2029/30 werden zusätzlich im Mittel etwa 264.000 Plätze benötigt, um den weiterhin wachsenden Bedarf zu decken. Der prognostizierte Ausbaubedarf hat sich im Vergleich zu den Vorjahren deutlich reduziert, unter anderem da Länder und Kommunen mit Unterstützung des Bundes stetig neue Plätze geschaffen haben. 

Maßnahmen stärken ganztägige Bildungs- und Betreuungsangebote 

Die Bundesregierung legt dem Deutschen Bundestag nach dem Ganztagsförderungsgesetz jährlich einen Bericht über den Ausbaustand der ganztägigen Bildungs- und Betreuungsangebote für Grundschulkinder vor (GaFöG-Bericht). Der Bericht 2025 wird am 3. Dezember 2025 im Kabinett beschlossen. Federführend ist das Bundesfamilienministerium, hier ist auch die Geschäftsstelle zum Ausbau ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder im Grundschulalter angesiedelt.

In der Prognose des Elternbedarfes wurde mit zwei Szenarien gearbeitet. Im Szenario eines konstant bleibenden Bedarfs werden im Schuljahr 2026/2027 (2029/2030) rund 166.000 (190.000) und im Szenario eines deutlich steigenden Bedarfs 284.000 (339.000) zusätzliche Plätze benötigt, das heißt, im Mittel 225.000 (264.000) zusätzliche Plätze. Dabei fällt der überwiegende Teil des quantitativen Ausbaubedarfs auf die westdeutschen Flächenländer, während in den ostdeutschen Ländern vor allem ein qualitativer Ausbau stattfindet. 

Wird nur der zusätzliche Platzbedarf für die erste Klasse im Schuljahr 2026/2027 betrachtet, für die der aufwachsende Rechtsanspruch zum 1. August 2026 zunächst gilt, werden bei konstantem Bedarf bis zu 30.000 und bei steigendem Bedarf bis zu 65.000 Plätze zusätzlich benötigt. 

Flächendeckend ganztägige Betreuungsangebote für Erstklässler bereitstellen

Der Bericht zeigt auf, dass an vielen Stellen wirksame Maßnahmen zu erkennen sind, die dazu beitragen werden, dieses Ziel zu erreichen, das heißt flächendeckend bedarfsgerecht ganztägige Bildungs- und Betreuungsangebote für Erstklässler bereitzustellen. So schätzen auch die Landesverantwortlichen ein, dass sie zu Beginn des Rechtsanspruchs im Schuljahr 2026/27 ein (eher) bedarfsdeckendes Angebot vorhalten können.

Die Bundesregierung stellt 3,5 Milliarden Euro für Investitionen in den Ausbau der kommunalen Bildungsinfrastruktur zur Verfügung, um den notwendigen Platzausbau zu unterstützen. Den durch den Rechtsanspruch entstehenden zusätzlichen Betriebskosten der Länder trägt der Bund durch Änderung des Finanzausgleichsgesetzes Rechnung: Die vertikale Umsatzsteuerverteilung wird zugunsten der Länder ab 2026 jährlich aufwachsend von 135 Millionen auf bis zu 1,3 Milliarden jährlich ab 2030 angepasst.

 

EuroSkills 2025

Deutschland feiert Spitzenleistungen in der beruflichen Bildung

Gruppenbild mit Karin Prien
Karin Prien empfängt die deutsche Nationalmannschaft der EuroSkills 2025 im Bundesbildungsministerium © Dominik Butzmann/photothek.de

Bei einem Festakt am 1. Dezember im Bundesbildungsministerium würdigte Bundesbildungsministerin Karin Prien die herausragenden Leistungen der Deutschen Berufe-Nationalmannschaft. Das 37-köpfige Team feierte bei den EuroSkills 2025 in Herning (Dänemark) sowie bei den ergänzenden Wettbewerben in Chur und Salzburg einen historischen Erfolg. Mit neun Goldmedaillen, acht Silbermedaillen, vier Bronzemedaillen sowie sechs Exzellenzmedaillen und dem Europameistertitel im Speed Programming erreichte Deutschland erstmals den 1. Platz im Nationenranking.

Karin Prien: "Die jungen Fachkräfte, die wir heute feiern, sind die wegweisenden Talente einer modernen, kreativen und zukunftsorientierten beruflichen Bildung. In Herning und bei den weiteren Wettbewerben haben sie Mut, Leidenschaft und Innovationskraft gezeigt. Ihre Erfolge stehen für den Erfolg der dualen Ausbildung 'Made in Germany'. Diese Wettbewerbe zeigen uns, dass sowohl berufliche als auch akademische Bildungswege attraktiv sind - und dass sie jungen Menschen vielfältige Chancen eröffnen. Unser Ziel bleibt klar: Deutschland soll auch in Zukunft der weltweit führende Standort für berufliche Exzellenz sein."

Exzellenz in zukunftsrelevanten Berufsfeldern

Die Teammitglieder traten in 33 Disziplinen an, die einen breiten Bereich an zukunftsweisenden Berufen abdeckten. Besonders hervorzuheben sind die Erfolge in den Bereichen Bauschreinerei, Gesundheits- und Sozialbetreuung, Mechatronik, Konditorenhandwerk, CNC-Fräsen, Kfz-Mechatronik sowie Industrie 4.0. In den Wettbewerben konnten nicht nur Gold- und Silbermedaillen gewonnen werden, sondern auch in Disziplinen wie Land- und Baumaschinenmechatronik und Robot Systems Integration wurden Bronzemedaillen erzielt. Eine besondere Auszeichnung erhielt das Team in der Independent Skills Championships Europe mit einer Goldmedaille im Skill "Fleischerin und Fleischer".

Berufliche Exzellenz als strategisches Thema

Dieser Erfolg unterstreicht die Bedeutung der beruflichen Bildung in Deutschland, die Teil der umfassenden Fachkräftestrategie der Bundesregierung ist. Die berufliche Ausbildung bleibt eine der wichtigsten Säulen für den zukünftigen Erfolg unseres Landes. Die Initiative zielt darauf ab, die Qualität und Innovation in der beruflichen Bildung weiter zu steigern und die Wettbewerbsfähigkeit auf internationaler Ebene zu stärken.

Zukunftsperspektiven und Fachkräftesicherung

In Zeiten von Digitalisierung, demografischem Wandel und Fachkräftemangel sind gut ausgebildete Fachkräfte unerlässlich für die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands. Durch die enge Zusammenarbeit mit Unternehmen, Sozialpartnern und Kammern sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung der Ausbildungsstandards stärkt die Bundesregierung die Berufsausbildung als tragende Säule des Arbeitsmarktes. Die Wettbewerbe machten sichtbar, dass berufliche und akademische Bildungswege gleichermaßen attraktiv sein können und jungen Menschen vielfältige Karrierechancen bieten.

Sie tragen dazu bei, junge Menschen für die berufliche Bildung zu begeistern und den Stellenwert der Ausbildung in der Gesellschaft zu erhöhen.

Die internationalen Berufswettbewerbe

EuroSkills ist Europas größter Berufswettbewerb, bei dem sich über 600 junge Fachkräfte aus mehr als 30 Ländern messen. Die Wettbewerbe setzen Maßstäbe für berufliche Exzellenz und bieten eine einzigartige Plattform, auf der junge Menschen ihr Können unter realen Wettbewerbsbedingungen unter Beweis stellen können. Neben EuroSkills finden alle zwei Jahre die WorldSkills statt, bei denen die besten Fachkräfte weltweit gegeneinander antreten.

Deutschland wird bei diesen Wettbewerben stets von hochqualifizierten jungen Fachkräften vertreten, die sich über nationale Wettbewerbe für die internationale Bühne qualifizieren. Der Erfolg der deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigt nicht nur die hohe Qualität der Ausbildung in Deutschland, sondern auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Ausbildungssystems.

Bundesbildungsministerium fördert Teilnahme

Das Bundesbildungsministerium fördert seit langem die Teilnahme an internationalen Berufswettbewerben und unterstützt die Vorbereitung und Ausbildung der Teilnehmenden. Im Auftrag des Bundesbildungsministeriums verwaltet das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) die Fördermittel und organisiert die nationale Auswahl sowie das Training der deutschen Teams sowie die Teilnahme der deutschen Nationalmannschaft an den Wettbewerben vor Ort. Diese Programme ermöglichen es den deutschen Nachwuchstalenten, sich mit den Besten der Welt zu messen und ihre Fähigkeiten weiter zu entwickeln.

Ein Meilenstein ist die bevorstehende Ausrichtung der EuroSkills 2027, die in Düsseldorf stattfinden werden.

Karin Prien: "Die EuroSkills 2025 zeigt einmal mehr, dass die duale Ausbildung in Deutschland international Maßstäbe setzt - modern, innovativ und leistungsstark. Düsseldorf wird 2027 ein kraftvolles Signal für die berufliche Bildung senden. Wir erwarten ein europäisches Großereignis, das junge Talente, Innovationen und Zukunftsideen in den Mittelpunkt stellt und die Bedeutung der beruflichen Bildung auf globaler Ebene stärkt."

Die EuroSkills

EuroSkills ist der größte Berufswettbewerb Europas und bietet eine einmalige Gelegenheit für junge Fachkräfte aus verschiedenen Ländern, ihre Fähigkeiten unter Wettkampfbedingungen zu testen. Die deutsche Berufe-Nationalmannschaft wird regelmäßig für ihre außergewöhnlichen Leistungen ausgezeichnet, und auch 2025 konnte sie mit dem besten Ergebnis ihrer Geschichte glänzen. EuroSkills und WorldSkills setzen internationale Maßstäbe und fördern den Austausch zwischen verschiedenen Bildungssystemen, was die berufliche Exzellenz in Europa weiter vorantreibt.